Flamingo Pride

Filmplakat: Flamingo Pride

FBW-Pressetext

Eine bunte Meute Flamingos genießt den wilden Party-Urlaub am Strand. Nur ein Flamingo nicht, denn er hat sich gerade in eine wunderschöne Storch-Dame verliebt. Aber wie soll er ihr nahe kommen, ohne dass er gleich von allen, einschließlich der Angebeteten, ausgelacht wird? Tomer Eshed landete schon im letzten Jahr mit OUR WONDERFUL NATURE einen Kurzfilm-Erfolg mit tierischen Helden in einer bizarren Welt. Was Eshed sich in dieser Animation ausgedacht hat, um dem liebeskranken Flamingo-Mann zu seinem Glück zu verhelfen, ist originell, witzig und mit einem ausgefeilten Blick für Details auf den Punkt inszeniert. Jeder Gag überrascht und die Ideen der skurrilen Geschichte überschlagen sich bis zum extrem „emanzipierten“ Finale. Brilliante Farben, perfektes Timing - ein wahres Animationsfeuerwerk!
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kurzfilm
Regie:Tomer Eshed
Drehbuch:Tomer Eshed; Tristian Taylor
Kamera:Olaf Aue
Schnitt:Martin Reimers
Musik:Stefan Maria Schneider
Länge:5 Minuten
Verleih:interfilm Berlin Management GmbH
Produktion: Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg, Tomer Eshed & Talking Animals GbR
Bildungseinsatz:filmsortiment.de;
Förderer:Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Gleich der Anfang des Films ist mit dem Anflug zur coolen Rave-Party von Flamingos so inszeniert, dass gute Laune aufkommt und die Zuschauer neugierig verfolgen, ob der Außenseiter-Flamingo bei seiner Balz Erfolg haben wird.
Die Drehbuchautoren Tomer Eshed und Tristan Taylor haben sich mit den Vögeln eine ästhetisch reizvolle Tierart ausgewählt. Schon Charles Darwin war der Ansicht, dass Vögel "the most aesthetic of all animals" sind. Bei ihnen ist nämlich Schönheit, in Form von ästhetischen Variationen des Outfits (Ornamente am Gefieder, Farben, „Laubenbau“) ausschlaggebend bei der Partnerwahl.
Dem Regisseur Tomer Eshed wiederum ist es gelungen, den humorvollen Plot rasant und originell zu inszenieren. Die Leistungen von Olaf Aue (Kamera), Martin Reimers (Schnitt) und Stefan Schneider (Musik) sind ebenfalls zu würdigen. Mit dieser Tierfabel werden moderne Erscheinungen der (Jugend-) Kultur und traditionelle Ideale des bürgerlichen Familienlebens kontrastierend gespiegelt. Auch Natur und Zivilisation werden humorvoll gegenübergestellt. Freudige Farben und markante Figuren sind mit spielerischer Lust animiert. Fazit: Der Kurzfilm ist rundum gelungen, amüsant und sehr sehenswert.