Endless Love

Kinostart: 27.03.14
2014
Filmplakat: Endless Love

FBW-Pressetext

David ist schon seit Jahren in Jade verliebt. Doch nie hat er sich getraut, sie anzusprechen. Nach dem Tod ihres Bruders zog sich Jade mehr und mehr zurück, wirkte unnahbar. Doch nun, nach dem Highschool-Abschluss, sieht David seine Chance gekommen. Tatsächlich kommen sich die beiden schnell näher und verlieben sich ineinander. Die Tatsache, dass David arm und Jade aus reichem Hause ist, stört die jungen Liebenden nicht. Jades Vater Hugh allerdings umso mehr. Denn er hat sich die Zukunft seiner Tochter genau ausgemalt. Und David als „armer Schlucker“ ohne große Ambitionen gehört nicht dazu. Ende der 1970er Jahre schrieb Scott Spencer den gleichnamigen Roman, der zu den Klassikern der US-Jugendliteratur gehört. Regisseurin Shana Feste verlegt die Handlung in die heutige Zeit, ohne aber den Kern des Romans zu verändern. Immer noch steht der Kampf von David und Jade um ihre erste große Liebe im Zentrum, verkörpert durch Alex Pettyfer und Gabriella Wilde. Pettyfer als David verkörpert alle Werte, die Hugh Butterfield als Patriarch seiner Familie nicht bieten kann: Wärme und Verständnis. Und Gabriella Wilde ist als Jade der Inbegriff der Unschuld. Ein junges Mädchen, das zur Frau reift und lernt, eigene Entscheidungen zu treffen und um das zu kämpfen, was ihr am Herzen liegt. Auch wenn das bedeutet, Erwartungen zu enttäuschen. Der Film steht mit all seinen Stil-Elementen zu seiner romantischen Botschaft. Schön fotografierte Bilder, ein mitreißender Sountrack und ganz große Gefühle lassen die Herzen junger Zuschauern schneller schlagen. Denn in diesem Film geht es um alles, was sie bewegt: Erwachsenwerden, das Loslassen von den Eltern, das Bilden einer eigenen Meinung. Und natürlich die erste Liebe, die überlebensgroß das Tun und Fühlen bestimmt. Für die es sich lohnt, endlos zu kämpfen. Das ist Kino fürs Herz!

Filminfos

Gattung:Drama; Melodram; Spielfilm
Regie:Shana Feste
Darsteller:Alex Pettyfer; Gabriella Wilde; Dayo Okeniyi; Bruce Greenwood; Robert Patrick
Drehbuch:Joshua Safran
Buchvorlage:Scott Spencer
Kamera:Andrew Dunn
Schnitt:Maryann Brandon
Musik:Christophe Beck
Webseite:endlesslove-film.de;
Weblinks:moviejones.de; zelluloid.de;
Länge:105 Minuten
Kinostart:27.03.2014
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures, Bluegrass Films; Fake Empire;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Traum von der wahren unendlichen, großen Liebe gelingt wohl nur beim ersten Mal. Diese Botschaft von ENDLESS LOVE ist eingebunden in eine kleine Geschichte mit vielen Verwicklungen und Hindernissen. Jade, die wunderhübsche reiche Tochter, und der schüchterne, ebenfalls gut aussehende David, Sohn eines Garagenbesitzers, fühlen sich inniglich miteinander verbunden. Für ihre Liebe müssen sie gegen viele Widerstände kämpfen. Beispielsweise gegen die Vorurteile und wohlmeinenden Repressionen eines beschützenden Übervaters, der für seine Tochter nur das Beste will.

Der Vater kann die für ihn neue Situation einer selbständiger werdenden Tochter nicht akzeptieren und schwankt zwischen Zugeständnissen und Widerstand mit autoritären Verboten und Erpressungen. Doch auch mit rüderen Mitteln gegen den Emporkömmling von außen hat er gegenüber der Macht der jungen ersten Liebe keine Chance, das für ihn ungleiche Paar zu trennen,.

Ein Teenagerfilm mit Coming-of-Age Zutaten, angesiedelt in der Übergangszeit von Highschool-Abschluss und dem Start in die College-Zeit. Im Film wirken die Liebenden auf die Jury leider etwas älter als 17 Jahre, da jedoch alles in sich schlüssig erzählt und glaubwürdig in die Lovestory eingebettet ist, kann man dies durchaus im Filmkontext akzeptieren.

Der Stoff der filmischen Erzählung differenziert sich durch eine Reihe von Handlungsmotiven, wie hauptsächlich dem Tod des älteren Bruders, der wie ein Mühlstein auf der wohlhabenden Familie lastet. Er steht für die unerfüllten Projektionen und den verengten Blick des Vaters nicht nur seiner Tochter gegenüber, sondern auch gegenüber seinem zweiten jüngeren Sohn in einem Nebenstrang der Geschichte. Dafür jedoch wird er am Ende des Films abgestraft und steht alleine da.

Obwohl der Film routiniert mit Bildern und einer Geschichte arbeitet, wie man sie aus Hollywoods Filmindustrie kennt, gewinnt er seinen Charme gerade durch den Verzicht auf Überdramatisierung und durch die nachvollziehbaren Handlungsweisen der Protagonisten und Nebenfiguren. Durchaus ist ENDLESS LOVE ein typischer Mainstream-Film, wirkt aber bildlich gut eingefangen und dadurch vergleichsweise originell. Der Traum einer uramerikanischen Familie wird gebrochen, der Käfig sogar manchmal in Bildern von trennenden Gittern und Zäunen sinnbildlich in die Szene eingeflochten. Der absolute, durch nichts aufzuhaltende melodramatische Siegeszug einer ersten intensiven Liebe mit entsprechender musikalischer Unter- und Übermalung steht für das romantische Ideal und dem Zauber, der diesem innewohnen könnte, wenn man daran glauben will. Weil es die erste Liebe ist im Hier und Jetzt. Es sind intensive starke Gefühle, die ausgelebt werden wollen – allen Widerständen zum Trotz.

Das gezeigte Glück wird im Film am Anfang und Ende etwas gebrochen. Es bleibt dem Zuschauer, wohl eher den gleichaltrigen Zuschauerinnen als Hauptzielgruppe, überlassen, die Klammer dieses märchenhaften Traums zu verstehen.