FBW-Pressetext

Nicht mal in der Steppe ist man allein. Dabei will der Elefant doch nur seine Ruhe haben. Aber sein doofer Rüssel hört nicht auf zu singen. Und außerdem hat der Elefant das Gefühl, der Rüssel mache sich irgendwie über ihn lustig. Das muss aufhören. Also will der Elefant dafür sorgen, dass der Rüssel endlich still ist. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Dass man nicht nur gute, sondern auch schlechte Laune in sich tragen kann und beides völlig in Ordnung ist, das zeigt der vierminütige Kurzanimationsfilm ELEFANT von Julia Ocker, der im Rahmen der KIKA-Reihe „Animanimals“ entstanden ist. Durch die liebevoll gestaltete Figur des Elefanten können auch jüngste Zuschauer sich direkt in die dargestellte Situation einfinden und die Gefühlswelt des liebenswerten Dickhäuters nachvollziehen. Und mit immer wieder kleinen pointierten Einfällen, unterstützt auch von einem schön variierten klassischen Musikthema, lässt ELEFANT die Filmzeit im Nu vergehen. Bezauberndes Kurzfilmkino.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinderfilm; Kurzfilm
Regie:Julia Ocker
Drehbuch:Julia Ocker
Schnitt:Julia Ocker
Musik:Christian Heck
Länge:3 Minuten
Verleih:Studio Film Bilder
Produktion: Studio Film Bilder GmbH
Förderer:MFG Baden-Württemberg; MDM

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Traurig und einsam steht ein Elefant in der Savanne. Sein langer Rüssel beginnt plötzlich mit einem Eigenleben und will den grauen leicht übellaunigen Riesen wohlgelaunt mit Gesang aufheitern. Erst stört den Elefanten das unverschämte Eigenleben des Rüssels und vor allem dessen gute Laune, die er unter anderem im Wasserteich zu unterbinden versucht. Doch schließlich weicht seine Melancholie einem freudigen Duett zwischen Maul und Rüssel. Und die Moral von der Geschichte? Ob Mensch oder Tier, man muss sich und seinen Körper mit all seinen Eigenarten lieben. Eine schöne Botschaft für die kleinen Zuschauer, verpackt in die stilistisch zauberhaft originelle und zugleich einfach gehaltene Animation.