Die wilden Hühner und die Liebe

Kinostart: 05.04.07
2007
Filmplakat: Die wilden Hühner und die Liebe

FBW-Pressetext

Lehrreich zu sein, ganz ohne Zeigefinger, das gelingt hier fast spielerisch. Vergnüglich und unterhaltsam, voller Witz und Augenzwinkern ist die filmische Fortführung der Kultbuch-Serie von Cornelia Funke. Der Mädchenbund „Die wilden Hühner“ ist ernsthaft gefährdet: durch die pubertären Verwirrungen der Gefühle und das schleichende Gift der Eifersucht. Erwachsenwerden ist schwer. Schön, wenn einen Filme dabei begleiten können.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Kinderfilm
Regie:Vivian Naefe
Darsteller:Michelle von Treuberg; Paula Riemann; Jette Hering
Drehbuch:Maria Graf
Weblinks:kinderfilmwelt.de;
Länge:109 Minuten
Kinostart:05.04.2007
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH, Lunaris Film; Constantin Filmproduktion;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Mädchenbund „Die wilden Hühner“ ist ernsthaft gefährdet: durch pubertäre Verwirrungen der Gefühle, durch das schleichende Gift der Eifersucht und durch - der Gipfel der Konfusionen – Wilmas Liebesgefühle zum eigenen Geschlecht. Auch das „Oberhuhn“ Sprotte bekommt einen emotionalen Schock: nach 13jähriger Absenz steht plötzlich der verschwundene Vater vor der Tür.

Summa summarum: Durch all die Verwirrungen gerät natürlich auch die ehrgeizige Theateraufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ ins Rutschen.

Die filmische Fortführung der Kultbuchserie von Cornelia Funke hat ihre Tugenden in der Genauigkeit und Subtilität, mit der die komplizierte Gefühlswelt an der Schwelle des erwachsenen Kosmos beobachtet und reflektiert wird. Dabei nicht didaktisch mit dem steil aufgerichteten, pädagogischen Zeigefinger, vielmehr mit schöner Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit. Auch mit Witz und Augenzwinkern: „Es ist eine alte Geschichte…“ Aber sie muß immer wieder erlebt und erlitten werden.

Zum Widerspruch reizt allerdings die praktizierte Erzählhaltung, die skizzierte Welt des Films (und des Buches) weitestgehend von der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit abzuschotten. So hat das völlige Ausblenden von Schattenseiten und fragwürdigen Erscheinungen auch etwas Irritierendes. In der Welt der „Wilden Hühner“ ist manches zu geschönt und „säuberlich aufgeräumt“.