Die Tränen meiner Mutter

Kinostart: 06.11.08
2007

FBW-Pressetext

Eine ungewöhnliche Familiengeschichte wird über viele Jahre aus der Sicht des jungen Alex erzählt. Alex wächst in den 80er Jahren als Sohn argentinischer Flüchtlinge in Berlin auf. Dem Regisseur Alejandro Cardenas-Amelio gelingt es mit seinem Debütfilm, eine Welt voller Magie und Poesie zu entwerfen. In großartigen Bildern, mit virtuosen Kamerafahrten und einer grandiosen Ausstattung beschreibt er eine zunächst aus der Not zusammengewachsene Lebensgemeinschaft vieler faszinierender Persönlichkeiten. Dabei fängt er auch den Alltag und die daraus entstehenden Konflikte auf ernsthafte und zugleich heitere Weise ein. Immer ist ihr Umgang geprägt von Liebe und Toleranz – ein kleiner Beitrag zu Völkerverständigung. Ein Sehgenuss der besonderen Art.
Prädikat wertvoll

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Filminfos

Kategorie:Arthouse
Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:Alejandro Cardenas-Amelio
Darsteller:Kristian Kiehling; Volkmar Kleinert; Joachim P. Assböck; Erica Rivas
Drehbuch:Alejandro Cardenas-Amelio; Christoph Silber
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:93 Minuten
Kinostart:06.11.2008
Produktion: Filmworker, Creado Film, Filmworkers
FSK:12
Förderer:KJDF

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

In Buenos Aires beginnt und endet der Film. In diesem Rahmen wird die Geschichte einer argentinischen Familie erzählt, die während der Militärdiktatur das Land verlassen muss und ihre Wahlheimat in Berlin findet.

Gemeinsam mit einer Reihe von außergewöhnlichen Menschen bewohnen sie eine ausgebaute Fabriketage, die Atelier, Arbeitsplatz, Wohnraum und Schlafraum zugleich ist. Ein ideales Spiel- und Beobachtungsfeld für den jungen Alex, aus dessen Sicht das von Heimweh, Existenznöten und Beziehungskrisen geprägte, bunte Miteinander geprägt ist. Sehr schön sind auch die historischen Bezüge als Background für das Leben auf Zeit der zusammen gewürfelten Großfamilie.

Mit Spannung verfolgt der Zuschauer diese Familiengeschichte der besonderen Art, die durch eine gute und typgerechte Besetzung und ihr intensives Spiel viel an Authentizität gewinnt. Der sehr guten Kamera gelingt es gemeinsam mit einer stimmigen Ausleuchtung, Perspektiven zu zaubern, welche die besondere Atmosphäre dieses Mikrokosmos´ innerhalb der Weltstadt Berlin entstehen lässt.

Musik und Montage passen sich der Qualität des sicher inszenierten Films an.

Einwände hatte der Ausschuss lediglich gegen die inhaltliche Überfrachtung mit zu vielen Handlungssträngen, was aber letztlich den positiven Gesamteindruck nicht schmälern soll.