Die Hüter des Lichts

Kinostart: 29.11.12
VÖ-Datum: 25.04.13
2012
Filmplakat: Die Hüter des Lichts

FBW-Pressetext

Eigentlich haben der Weihnachtsmann, die Zahnfee, der Sandmann und der Osterhase nicht viel gemeinsam. Bis auf die Kinder, die allesamt auf der ganzen Welt an sie glauben und von den vier ungleichen Helden beschützt werden - in ihrer Funktion als „Hüter des Lichts“. Doch eines Tages müssen sie erfahren, dass Pitch, der Schwarze Mann, den Plan hat, Angst und Schrecken unter den Kindern zu verbreiten. Um den Unruhestifter zu vertreiben, brauchen die Hüter dringend Unterstützung von Jack Frost, einem ewig jungen Rebellen, der sich lieber die Zeit mit Winterspäßen vertreibt. Schließlich glauben ja die Kinder sowieso nicht an ihn. Aber wieso eigentlich nicht? Rasante und temporeiche Verfolgungsjagden und stille Momente mit Tiefe werden im neuen Weihnachtshit aus dem Hause Dreamworks miteinander verbunden und entfalten so einen abwechslungsreichen Zauber. Zwar kämpfen die Hüter nicht immer mit zarten Bandagen und es geht oftmals drunter und drüber. Doch es ist letzten Endes der Glauben an das Gute und das Vertrauen in die Macht der Fantasie, die jungen Zuschauern hier vermittelt wird. Auch Erwachsene werden sich von diesem technisch perfekten 3D-Animationsfilm mitreißen lassen und sich wünschen, noch einmal zurückzukehren zu der Zeit, als man noch an Osterhase und Co. geglaubt hat. Bei diesem Weihnachtsmärchen voller Zauber und Fantasie leuchten nicht nur Kinderaugen!

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Peter Ramsey
Drehbuch:David Lindsay-Abaire
Buchvorlage:William Joyce
Musik:Alexandre Desplat
Weblinks:kinderfilmwelt.de; zelluloid.de;
Länge:97 Minuten
Kinostart:29.11.2012
VÖ-Datum:25.04.2013
Verleih:Paramount
Produktion: DreamWorks Animation
FSK:6
DVD EAN-Nummer:4047552500790
DVD Extras:Kommentare der Filmemacher; Träumer und Gläubige;

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Jedes Kind kennt sie: den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Sandmann und die Zahnfee. Und jedes Kind glaubt an sie, denn zum Beweis ihrer Existenz bringen sie immer wieder Geschenke oder zumindest angenehme Träume. Nur Jack Frost bildet eine Ausnahme, denn über ihn sprechen sie zwar, aber an ihn glauben, das machen sie nicht. Als Pitch, der „Schwarze Mann“, eines Tages auf die Erde zurückkehrt und den Kindern den Glauben an das Gute nehmen möchte, ist die Stunde der Hüter des Lichts gekommen – und erstmals ist auch Jack Frost einer von ihnen. Doch ihm geht es nicht nur um die Zukunft der Kinder, ihm geht es auch um seine eigene Vergangenheit. Er stellt sich die wichtige Frage: Wer bin ich eigentlich, wo komme ich her?
Wenn ein Teil der Jury bei diesem Fantasy-Abenteuer von fehlender Verzauberung, Märchenromantik und Poesie spricht, so gilt dies sicher auch als sehnsuchtsvolle Reminiszenz an Animationsfilme früherer Zeiten. Und sicher muss man ihnen zugestehen, dass sie ganz persönlich diese zeitgemäße Form von Familienfilm laut, actionlastig, vollgepfropft mit Effekten und mit schwindelerregendem Tempo inszeniert empfinden.
Nun kann man den Filmemachern aber bestimmt nicht vorwerfen, dass sie in Zeiten, deren Lebensrhythmus ein immer größer werdendes Tempo vorgibt, andere Medien wie Play- und Videogames sich in der Steigerung von Rasanz geradezu überbieten, sich den Marktbedürfnissen anzupassen versuchen. Und man sollte auch nicht der Versuchung verfallen, mit dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger eine Jugend zu gängeln oder zu belehren, in welchem Tempo ihre Freizeitbedürfnisse zu gestalten sind.
Was will der Film letztendlich: Einem Familienpublikum ein phantasievolles Abenteuer um die berühmten Figuren der Jugendzeit bieten. So sind der Weihnachtsmann, der Osterhase, die Zahnfee, der Sandmann und schließlich auch noch Jack Frost die Helden der Märchen- und Beschützer der Traumwelt der Kinder. Dem Film gelingt es, die Variation in der liebevollen Gestaltung dieser Figuren durch den Film schön beizubehalten und dem jugendlichen Publikum damit auch genügend Identifikation zu bieten. Dass der Kampf zwischen Gut und Böse in der Kritik als plakativ bewertet wird, kann andererseits auch als Vorzug gesehen werden, wenn der Kampf der fünf Helden gegen den bösen schwarzen Mann Pitch dann vor allem durch die Intelligenz und Mithilfe der Kinder erfolgreich ausgeht.
Der Ausschuss betonte die hohe technische Qualität der Produktion, die sich nahtlos in das Werk der DreamWorks-Studios einreiht. Die vermittelten Botschaften entsprechen den moralischen Werten, die heutzutage mit solchen Filmen vermittelt werden sollen: Glaube an Dich und Deine Stärken, glaube an Wunder und an Deine Träume – und haltet zusammen, wenn es darauf ankommt!
Mehrheitlich wurde die reiche Ausstattung der Backgrounds der HÜTER DES LICHTS gelobt, was auch für die phantasievollen Special Effects gilt.
Ein Einwand gegen die Synchronisation des Weihnachtsmannes mit seinem russischen Dialekt sei aber noch erlaubt.