Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Kinostart: 28.11.13
2013
Filmplakat: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

FBW-Pressetext

Es sollte der schönste Tag im Königreich werden: Die Krönung der Prinzessin Elsa zur neuen Königin. Doch die Freude dauert nicht lange an. Denn Elsa besitzt eine besondere Gabe. Alles, was sie berührt, wird zu Eis. Als sie merkt, dass sie diese Gabe nicht mehr kontrollieren kann und das ganze Königreich in Eis und Schnee versinkt, flüchtet Elsa und zieht sich auf einem Schloss aus Eis zurück. Doch ihre Schwester Anna will Elsa zurückholen und macht sich, gemeinsam dem Naturburschen Kristoff, seinem treuen Rentier Sven, und dem putzigen sprechenden Schneemann Olaf auf, um Elsa zurückzuholen. Koste es, was es wolle. Der neue Disney-Weihnachtsfilm lädt ein in eine zauberhafte Welt voller Eis und Schnee, in der Trolle wie Steine aussehen und riesige Schneemonster mit Schneebällen um sich werfen. Die Winterlandschaften sind dabei so lebensecht und bis ins Detail genau gestaltet, dass hier die Grenzen zwischen Real- und Animationsfilm zu verschwimmen scheinen. Und doch wirkt alles märchenhaft verspielt und fantastisch. Allein das Eisschloss der Königin lässt die Zuschauer, dank einer stimmigen 3D-Technik, überwältigt eintauchen in eine Welt voller Kälte, die zwei junge starke Heldinnen durch ihre Geschwisterliebe zum Schmelzen bringen, auch dank ihrer mitreißenden Songs, die sich wunderbar in die Handlung einfügen. Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz. Der Schneemann Olaf, wunderbar gesprochen von Hape Kerkeling, gehört wohl zu den witzigsten Nebenfiguren der jüngeren Disney-Geschichte. Das neue Disney-Weihnachtsmärchen – ein eisiges, originelles und bezauberndes Vergnügen für die ganze Familie!

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Chris Buck; Jennifer Lee
Drehbuch:Jennifer Lee; Shane Morris
Buchvorlage:Hans Christian Andersen
Musik:Kristen Andersen-Lopez
Weblinks:kinderfilmwelt.de; zelluloid.de; moviejones.de;
Länge:102 Minuten
Kinostart:28.11.2013
Verleih:Walt Disney
Produktion: Walt Disney Animations Studios
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Im Königreich Arendelle beginnt der Film mit kontemplativer Musik, einem Choral, der die abweisende Schönheit des ewigen Eises wirkungsvoll unterstreicht. Dort wachsen die beiden Prinzessinnen Elsa und Anna heran. Anna, die jüngere, fordert ihre Schwester zum Spielen auf, die die Gabe hat, mit ihren Händen alles zu Eis zu verwandeln. Anna verletzt sich beim Spielen durch Elsas Ungeschick schwer und Elsa zieht sich verzweifelt ganz und gar in sich zurück. Ihre Gabe nutzt Elsa später auch als Waffe, als sie völlig unerwartet, nach dem plötzlichen Tod der Eltern, die Regentschaft über das Königreich übernehmen muss, und ihre besondere Begabung vom Volk als Bedrohung aufgefasst wird. Als Anna dann noch einen Streit mit Elsa beginnt, weil sie einen jungen Prinzen, in den sie sich gerade verliebt hat, sofort heiraten will, eskaliert die Lage und Elsa verwandelt das gesamte Königreich in eine Schnee- und Eislandschaft. Sie flieht in die Berge. Doch Anna ist entschlossen, ihre Schwester zurückzuholen.

Es werden weitere Figuren eingeführt, die den Fortgang bestimmen. Der Eis(block)-Verkäufer Kristoff und sein Rentier Sven mit dem schiefen Geweih und der Schneemann Olaf, der besonders vielfältig animiert wurde und eine eigene Geschichte erhält, die reichlich Komik entwickelt. Sie alle sind die Begleiter Annas, als sie aufbricht, um ihre Schwester Elsa, die Eiskönigin, um Gnade zu bitten. Sie hofft darauf, das Königreich aus ihrer eisigen Umklammerung zu befreien, denn der Winter will nicht mehr aufhören und alle Untertanen sind verzweifelt.
Bei aller Ernsthaftigkeit, die der Film vermittelt, kommen Spaß und Komik nicht zu kurz. Die Figuren werden so gut geführt, dass jeder Charakter zur Wirkung kommt und seine eigenen, starken Momente erhält.
Die künstlerischen Ausdrucksformen zum Thema Eis erscheinen schier unerschöpflich und bieten immer wieder neue Schauwerte. Auch der Spannungsbogen wird gut gehalten, die schwierigen Momente, die Anna durchleben muss, bis sie ihre Schwester erreicht, sind immer glaubwürdig und überzeugend. Als sich beide Schwestern dann endlich versöhnt in den Armen liegen, ist diese Versöhnung wichtiger als die Erfüllung romantischer Liebe, die anfangs vorhersehbar schien. Die beiden Schwestern wirken als positive Identifikationsfiguren auf besonders liebenswerte Art.

Insgesamt ist DIE EISKÖNIGIN ein wunderbar komponierter Familienfilm, mit perfekter Animation, herrlichen Gags und einer spannenden Geschichte.