Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

Kinostart: 10.12.14
VÖ-Datum: 23.04.15
2014
Filmplakat: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

FBW-Pressetext

Kaum haben die Zwerge unter ihrem Anführer Thorin Eichenschild, zusammen mit dem Hobbit Bilbo Beutlin, den Berg Erebor und damit auch den Goldschatz zurückerobert, müssen sie erkennen, dass der Drache Smaug seine Versprechen auf Rache in die Tat umsetzt und die Stadt der Menschen mit einer Feuerattacke dem Erdboden gleichmacht. Doch während die Zwerge dem Treiben hilflos zusehen müssen, warten noch andere Feinde darauf, alte Rechnungen zu begleichen. Die Orcs greifen aus dem Norden an, bereit, alles zu vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Und die Elben melden Anspruch auf das Gold im Berg an. Doch genau das will Thorin für sich behalten. Um jeden Preis. Denn wer den Berg beherrscht, beherrscht auch Mittelerde. Im letzten Teil seiner DER HOBBIT-Trilogie greift Peter Jackson direkt das Ende des zweiten Teils DER HOBBIT - SMAUGS EINÖDE auf. Zusammen mit Bilbo und den Zwergen erlebt der Zuschauer atemlos Smaugs Angriff auf die Stadt und die weiteren Schlachten, die mit Grandezza inszeniert werden. Geschickt versteht es Jackson dabei, immer wieder aus den monumentalen Szenen auszubrechen und einzelne Figuren bei ihren Missionen zu verfolgen, ob es die Zwerge sind, die versuchen, den Orc-Anführer aufzuspüren, oder Bilbo und Gandalf, die auch im größten Kampf noch zwischen den Völkern vermitteln möchten. Und obwohl der Großteil der Handlung aus den Schlachten besteht, so inszeniert Jackson diese mit abwechslungsreichen Ideen, sodass niemals Langeweile aufkommt. Den Abschluss der Trilogie bildet eine in idyllische Bilder eingefangene Rückkehr des kleinen Hobbit Bilbo Beutlin in sein Auenland. Und als dann dieser über hundert Jahre später an seinem Schreibtisch sitzt und Gandalf an sein Haus klopft, öffnet sich damit auch nahtlos die Tür zu DER HERR DER RINGE. Mit DER HOBBIT - DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE ist Peter Jackson ein furioser und wahrhaftig epischer Abschluss seiner zweiten Mittelerde-Trilogie gelungen. Ein visuell überwältigendes Meisterwerk, das auch für sich allein stehend begeistern kann.

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Fantasy
Regie:Peter Jackson
Darsteller:Martin Freeman; Richard Armitage; Graham McTavish; Robert Kazinsky; Aidan Turner; Luke Evans; Benedict Cumberbatch; Evangeline Lilly; Cate Blanchett
Drehbuch:Peter Jackson; Fran Walsh; Philippa Boyens; Guillermo del Toro
Buchvorlage:J.R.R. Tolkien
Kamera:Andrew Lesnie
Schnitt:Jabez Olssen
Musik:Howard Shore
Webseite:derhobbitfilme.de;
Länge:144 Minuten
Kinostart:10.12.2014
VÖ-Datum:23.04.2015
Verleih:Warner
Produktion: New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer; WingNut Films; 3Foot7;
FSK:12
BD EAN-Nummer:5051890290670
DVD EAN-Nummer:5051890290656
Anbieter-Link:warnerbros.de
DVD Extras:Featurettes, Musikvideo

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wer hätte eine Wilhelm Tell Paraphrase in DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE erwartet? Aber wenn die Bürger von Seestadt sich gegen den Drachen Smaug zu Wehr setzen, der ihre Stadt mit seinem Feueratem in Schutt und Asche legt, dann gibt es eine entscheidenden Szene mit einem Vater, seinem Sohn, sowie Pfeil und Bogen. Diese eine Sequenz ist bezeichnend für den Film, denn es gibt zwar mindestens ebenso viele, wenn nich noch mehr monumentale Action und Schlachtszenen in ihm als in seinen Vorgängern, doch Peter Jackson inszeniert sie nun nicht mehr als digitale Materialschlachten, sondern souveräner mit originellen Einfällen und Witz. Dazu wird auch stringenter, spannender und deshalb wirkungsvoller erzählt als in den anderen Filmen, denen man oft anmerken konnte, dass die kurze literarische Vorlage gedehnt wurde, um ihne die epische Größe und Länge der HERR DER RINGE-Trilogie zu geben. Hier werden dagegen die einzelnen Erzählstränge mit einem immensen dramatischen Sog verbunden, und jeder von ihnen wird so effektiv zu ende geführt, dass man die Raffinesse der Drehbuchschreiber nur staunend loben kann. Sei es die Romanze zwischen einem Zwerg und einer Elfin, die tragisch endet, die Farce vom feigen und gierigen Büttel der Stadt Alfrid, der sich unter den Frauen versteckt und deren Wut darüber zu spüren bekommt oder das Königsdrama von Thorin Eichenschild, den der Reichtum und die Macht des Goldschatzes eine Zeitlang wahnsinnig werden lässt und dem dann aber ein edler Kampf und Tod gewährt wird. All das wird äußerst einfallsreich und atmosphärisch reich erzählt, und Jackson zeigt hier wieder einmal, dass er ein Meister der digitalen Tricktechnik ist, die - ähnlich wie die 3D-Effekte – nie zum Selbstzweck werden, sondern dazu dienen, die Geschichte so effektiv und visuell überwältigend wie nur möglich zu inszenieren. Neben all den kriegerischen Zwergen, Elben, Menschen und Orks ist Bilbo Beutlin ein friedliebender Held, der alles versucht, um die Schlacht zu verhindern und sich dabei als der mutigste und humanste (wenn man bei einem Hobbit davon sprechen darf) der vielen Helden dieses Films entpuppt. Ihm folgt der Epilog dann auch nach Hause ins Auenland, wo der Film mit einer ähnlich idyllisch komödiantischen Sequenz endet wie er begann.