Filmplakat: Der Besuch

Kurzbeschreibung

Elise ist einsam und ängstlich. Eines Tages fliegt etwas Seltsames zu ihr durchs Fenster. Und am nächten Tag bekommt sie Besuch. Ein Besuch, der alles verändert.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kurzfilm
Regie:Alexandra Schatz
Drehbuch:Alexandra Schatz
Buchvorlage:Antje Damm
Kamera:Wolfram Späth
Schnitt:Wolfram Späth
Musik:Tobias Becker
Länge:4 Minuten
Kontakt:Alexandra.Schatz@t-online.de
Produktion: Alexandra Schatz Filmproduktion UG Alexandra Schatz
Förderer:BKM; Nordmedia

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Animationsfilm von Alexandra Schatz ist die Adaption eines illustrierten Kinderbuchs von Antje Damm. Elise, eine ältere, sehr ängstliche Frau mit einem strengen, in vielerlei Hinsicht grauen Alltagsablauf, macht die Zufallsbekanntschaft des kleinen Emils, der mit dem Ungestüm des Kindes zunächst Unruhe, dann aber zunehmend Farbe und Freude in das Leben der menschenscheuen Frau bringt. Die Handlung basiert auf einer raffinierten psychologischen Umdrehung: das Kind Emil vertritt den verständnisvollen, lehrenden Erwachsenen, wohingegen die "Oma" Elise in der Kinderrolle steht und lernen muss, Ängste zu überwinden und sich zu öffnen.
Die Regisseurin bleibt in der Gestaltung ihres Films sehr nah an der Buchvorlage und fügt nur wenig erkennbare eigene künstlerische Aspekte hinzu - was der Jury als verpasste Chance erschien. So erweckt der Film eher den Eindruck einer Art 1:1-Umsetzung und kann die breiten künstlerischen Möglichkeiten des Animationsmediums nicht in Gänze ausschöpfen. Die Jury war der Ansicht, dass der Film so den sentimentalen Ton der Vorlage noch verstärkt. Doch die Jury stellte in ihrer Diskussion auch fest, dass der Film in seiner Einfachheit und der überlegten Wahl der Mittel für das junge Zielpublikum gut funktioniert. Dramaturgisch stimmt das Timing, dazu ist die Geschichte nachvollziehbar und überzeugt auch in den Rollen der Sprecher sowie der Unterlegung mit Musik. Die FBW-Jury verleiht dem Kinder-Animationsfilm DER BESUCH gerne das Prädikat „wertvoll“.