Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Kinostart: 20.09.18
2018
Filmplakat: Das Haus der geheimnisvollen Uhren

FBW-Pressetext

Mit augenzwinkerndem Witz und einer großen Portion Kreativität erzähltes Fantasy-Abenteuer von Genre-Spezialist Eli Roth, basierend auf der gleichnamigen Romanreihe von John Bellairs.

Onkel Jonathan ist seltsam. Das ist der erste Gedanke, der Lewis durch den Kopf geht, als er vor seinem schrullig exzentrischen Verwandten steht, der ihn nach dem Tod seiner Eltern aufnehmen soll. Doch als Lewis das Haus von Jonathan betritt, wird dem Jungen einiges klar: In einem Haus, in dem hunderte von Uhren gleichzeitig ticken, Bilder sich selbst austauschen und Möbel ein Eigenleben haben – wer würde darin nicht ein wenig seltsam werden? Als Lewis herausfindet, dass sein Onkel und die liebenswert verschrobene Nachbarin gelernte Hexenmeister sind, ist er Feuer und Flamme und möchte selbst ein Hexer werden. Onkel Jonathan ist einverstanden, da er jede Hilfe gebrauchen kann. Denn schon seit Ewigkeiten versucht er einem dunklen Geheimnis auf den Grund zu gehen, welches sich hinter den Wänden des Hauses verbirgt. Und laut vor sich hin tickt… Eli Roth, der sich in der Vergangenheit als Spezialist für erwachsenen Horror ausgezeichnet hat, gelingt mit der Jugendbuch-Verfilmung DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN ein spannendes und höchst unterhaltsames Fantasy-Abenteuer. Die Special-Effects und eine bis ins kleinste Einrichtungsdetail liebevoll ausgewählte Ausstattung sorgen für die perfekte filmische Illusion. Einen großen Beitrag dazu liefert das ausgeklügelte Soundkonzept mit seinen tickenden Uhren oder den knarzenden Wänden, die ein wohliges Schauern beim Zuschauer auslösen. Natürlich sind es auch die spielfreudigen Darsteller, die das gruselige Haus mit Leben füllen. Jack Black ist als Onkel Jonathan die Idealbesetzung: kauzig liebenswert, ein wenig schusselig und kindlich verspielt. Den perfekten Gegenpart dazu liefert Cate Blanchett als Nachbarin. Hochgradig intelligent, mit spitzer Zunge – und doch warmherzig und gütig. Und für die kindlich-jugendliche Zielgruppe ist Owen Vaccaro als Lewis sehr gut geeignet. Denn er ist der eigentliche Held, der sich gutherzig und tapfer den Herausforderungen stellt, dadurch auch mit dem Verlust seiner Eltern umzugehen lernt und eine neue Familie findet. Ein herrlich schauriger Kinospaß!

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Fantasy
Regie:Eli Roth
Darsteller:Jack Black; Cate Blanchett; Owen Vaccaro; Renée Elise Goldsberry; Sunny Suljic; Kyle MacLachlan
Drehbuch:Eric Kripke
Buchvorlage:John Bellairs
Kamera:Rogier Stoffers
Schnitt:Andrew S. Eisen
Musik:Nathan Barr
Länge:106 Minuten
Kinostart:20.09.2018
Verleih:Universal
Produktion: Amblin Entertainment, Mythology Entertainment;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

John Bellairs Jugendbuch-Klassiker in der Hand des Genrespezialisten für Grusel und Horror, Eli Roth. Eigentlich schon die Garantie dafür, dass bei diesem Film ein Feuerwerk an phantastischen Ereignissen zu erwarten ist. Und die Erwartungen der Zuschauer werden, soweit sei es schon vorausgesagt, mit Sicherheit übertroffen. Nach dem tragischen Verlust der Eltern wird der zehnjährige Lewis liebevoll von seinem Onkel Jonathan aufgenommen. Zumgrenzenlosen Erstaunen des Jungen entpuppt sich sein neues Zuhause als ein altes Schloss mit Treppen, Gängen und Zimmerfluchten von riesigen Ausmaßen und einer Armee von Uhren der unterschiedlichsten Größen und Formen. Dazu ein Onkel der ganz besonderen Art, der sich Lewis gegenüber als großer Hexenmeister outet. Schließlich muss er dem Jungen auch die verrücktesten Absonderlichkeiten im Schloss zwingend erklären, wie auch seine Verbindung zu seiner Nachbarin Mrs. Zimmermann, eine wahre Meisterin der Hexerei. Schnell lernt Lewis das verrückte Schloss und seine Besonderheiten lieben und bekommt auch von seinem Onkel Unterricht in der Hexenkunst. So weit, dass er bei der Lösung eines großen Mysteriums mutig zu helfen vermag.
Eli Roth inszenierte das grandiose Abenteuer mit großem Witz und zauberhafter Kreativität. Man muss nicht übertreiben, wenn man die nicht nachlassende Zahl von mehr als überraschenden und sehr originellen Einfällen durch einen wahren „overkill“ an special effects erleben darf. Das Szenenbild und die Ausstattung mit überbordender Vielfalt und Detailgenauigkeit verdienen das Prädikat „meisterlich“. Eine perfekte Dramaturgie dank des guten Drehbuchs garantiert einen schönen Spannungsbogen, der uns von Szene zu Szene mit immer neuen und keinesfalls voraussehbaren Einfällen überrascht. Sehr schön dabei auch die Filmeinblendungen als Rückblenden in schwarz/weiß. Eine wunderbare Kameraführung, teils schwebend durch die Räume des Schlosses, und eine ebenso gelungene Licht- und Soundarbeit unterstützen das märchenhaft-phantastische Geschehen, wobei einzelne gruselige Szenen für ein ganz junges Publikum eine Herausforderung sein könnten. Doch das Vertrauen in den Sieg des Guten, vor allem mit dem Einsatz und der Hilfe von Lewis, ist immer zu spüren. Bleibt noch ein großes Lob für die Besetzung der Charaktere und das großartige Spiel von Jack Black als Onkel, Cate Blanchett als umsorgende Superhexe und auch Owen Vaccara als Lewis.