Dan - Mitten im Leben!

Kinostart: 20.03.08
VÖ-Datum: 17.09.08
2007
Filmplakat: Dan - Mitten im Leben!

FBW-Pressetext

Das fröhliche, harmonische Familientreffen könnte richtig Lust auf eine Großfamilie verheißen, wäre da nicht der kleine Konflikt am Rande: Dan, verwitweter alleinerziehender Ratgeberkolumnist mit drei widerspenstigen Töchtern, trifft bei einer von seiner Mutter zwangsverordneten Pause im Ort eine verheißungsvolle Fremde; einfach Pech, dass diese ihm kurze Zeit später von seinem Bruder als seine neue Freundin präsentiert wird. Für wen wird sich Juliette Binoche als Marie entscheiden? Den charmanten Mitch oder den sensiblen Dan mit seinen Ecken und Kanten? Gute-Laune-Kino mit toller Musik für die ganze Familie.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm; Familienfilm
Regie:Peter Hedges
Darsteller:John Mahoney; Juliette Binoche; Dianne Wiest; Steve Carell; Dane Cook
Drehbuch:Peter Hedges; Pierce Gardner
Länge:99 Minuten
Kinostart:20.03.2008
VÖ-Datum:17.09.2008
Verleih:Concorde
Produktion: Focus Features, Focus Features International, Touchstone Pictures
FSK:0

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Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Niemand könnte ernsthaft die These vermitteln, Dan mitten im Leben sei so etwas wie eine Sternstunde der romantischen Filmkomödie. Dafür wird denn doch letztlich alter Wein in kaum erneuerten Schläuchen geliefert. Und auch das präsentierte „Personal“ hat nicht die Aura eines Überraschungseffektes. Ein verwitweter alleinerziehender Ratgeberkolumnist mit drei widerspenstigen Töchtern, die ihren Dad als Katastrophe empfinden, das alljährliche Familientreffen der Burns-Sippe auf Rhode Island. Dann erweist sich die zufällig gefundene „Traumfrau“ als die neue Flamme des Bruders.

Und doch steht einiges auf der Plusseite, wobei nicht einmal das so anheimelnde Menscheln dazu gezählt werden muss. Angenehm empfindet der Zuschauer allzumal, dass Dan mitten im Leben keine Studie der Peinlichkeiten liefert und traditionelle Tugenden des Genres mit gutem Gewissen zitiert. Wer sehr guten Willens ist, kann sogar das ferne Echo eines Lubitsch, Capra oder Howard Hawks erspüren (so z. B. die knappe Mehrheit der Jurymitglieder).

Die romantische Komödie der vorliegenden Bauart ist weder zynisch oder gar boshaft-subversiv, nein, sie müht sich um das Etikett einer „menschlichen Komödie“.

Was kommt weiter auf die Haben-Seite? Bekömmliche Prisen von Ironie und Witz, Klamauk oder plakativ zur Schau gestellte Lustigkeiten kommen nur in Spurenelementen vor. Die „Choreografie“ des Familienclans der Burns kommt handwerklich als solider Reigen daher.

Der französische Export Juliette Binoche als Inkarnation der Traumfrau ist sowieso eine Trumpfkarte. Die Binoche entwickelt einen Julia Roberts-Touch aus deren besseren Tagen zu einer Art Wiedergängerei. Auch ein weiterer Import erweist sich mit seinen musikalischen Ideen als Trumpf: der norwegische Popmusiker Sondre Lerche.