Dame König As Spion

Kinostart: 02.02.12
VÖ-Datum: 09.08.12
2011
Filmplakat: Dame König As Spion

FBW-Pressetext

Wir schreiben das Jahr 1973. Der Kalte Krieg zwingt die Geheimagenten von Ost und West, immer mehr Vorsicht vor Doppelspionen walten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt erschüttert den englischen Geheimdienst die Nachricht, es gäbe einen „Maulwurf“ in den eigenen Reihen. Daher wird Ex-Agent George Smiley kurzerhand wieder in den Dienst berufen, um den Verräter zu entlarven. Doch wem kann Smiley jetzt noch trauen? Und wer traut ihm? John le Carrés meisterhafter Spionageroman wird von Thomas Alfredson extrem werkgetreu und mit historischer Authentizität verfilmt. Die Riege der Darsteller liest sich wie ein Who is Who des aktuellen britischen Kinos, bis in die kleinsten Nebenrollen glänzt die hervorragende Besetzung. Der Film kommt mit reduzierter Action aus und lässt sich Zeit, die labyrinthische Handlung zu entschlüsseln. Spannung vermittelt sich vor allem durch starke Dialoge, eine ausgeklügelte Montage und die exzellente Kamera. Ein atmosphärisch dichter und distinguiert britischer Thriller über eine Welt voller „Ehrenmänner“ ohne Moral – schnörkellos genial!

Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Gattung:Thriller; Spielfilm
Regie:Tomas Alfredson
Darsteller:Gary Oldman; Colin Firth; Tom Hardy; John Hurt
Drehbuch:Peter Straughan; Bridget O 'Connor
Buchvorlage:John le Carré
Kamera:Hoyte Van Hoytema
Schnitt:Dino Jonsäter
Musik:Alberto Iglesias
Webseite:DameKoenigAsSpion.de;
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:127 Minuten
Kinostart:02.02.2012
VÖ-Datum:09.08.2012
Verleih:Studiocanal
Produktion: Working Title Films, StudioCanal
FSK:12
Förderer:FFA

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Endlich, muss man sagen, kommt die Neu-Verfilmung eines der berühmtesten Bestseller von John le Carré, dem Schöpfer von meisterhaft intelligenten Spionagethrillern, in die Kinos.
Und entsprechend der Vorlage gelang unter der Regie von Tomas Alfredson ein ebenso intelligentes, vielschichtiges und sehr verschlüsseltes filmisches Kunstwerk. Ein Kunstwerk, welches in erster Linie durch seine hervorragende Besetzung, zum Beispiel mit John Hurt, Colin Firth und vor allem Gary Oldman, der im Mittelpunkt des Geschehens steht, besticht. In der Rolle des kühlen, unnahbaren und selbstsicheren George Smiley, der langjährigen rechten Hand des ehemaligen Chefs des britischen Geheimdienstes, obliegt es ihm, in einem nahezu undurchschaubaren Netzwerk von Agenten zwischen Moskau und London den „Maulwurf“ in den eigenen Reihen zu finden.
Mit langsamem Erzählrhythmus, welcher die kühle, ja manchmal eiskalte Atmosphäre des Films noch verstärkt, folgt man mit großer Spannung dem perfiden Ränkespiel der Agenten untereinander. Jeder arbeitet gegen jeden, jeder wird von jedem heimlich abgehört und nur wenigen kann man vertrauen. Hier zeigt sich eindringlich die Absurdität der Arbeit von Geheimdiensten an sich. Loyalität ist selten, denn es sind Menschen ohne Moral, ohne Privatleben, und daher auch voller Einsamkeit. Aber das gehört eben mit aller Konsequenz zu ihrem Handwerk.
Raffiniert angereichert mit vielen Rückblenden – ein besonderes Lob für die herausragende Montage! – verlangt der Film vom Zuschauer viel Konzentration, gerade auf die Vielzahl von Dialogen und auf Blickwinkel, welche die hervorragende Kamera zulässt. Immer gerade so viel, wie zum Verständnis der Entwicklung der Geschichte notwendig ist. So kann man die verschiedenen Zeitebenen in den Rückblenden oftmals nur durch Details in der Ausstattung zuordnen.
Fazit: Ein herausragend inszenierter Film mit großer Besetzung, brillanten Dialogen, perfekter Ausstattung und Kamera und gleich bleibender Spannung auf hohem intellektuellem Niveau. Bravo!