Conan

Kinostart: 08.09.11
2011
Filmplakat: Conan

FBW-Pressetext

Mitten in einer tosenden Schlacht kommt Conan auf die Welt. Sein Vater, der Anführer eines Barbarenstammes, bringt ihm bei, mutig, furchtlos und vor allem erbarmungslos mit seinen Feinden umzugehen. Als sein Dorf eines Tages angegriffen wird, erhält der junge Conan die erste Chance, sich als Kämpfer zu beweisen. Doch er kann nicht verhindern, dass sein Vater von dem Tyrannen Khalar Zym getötet wird. Auf Rache sinnend begibt sich Conan auf eine lange Reise, auf der ihm schöne Frauen, bedrohliche Monster und barbarische Feinde begegnen. Die Neuverfilmung des altbekannten mythischen Stoffes rund um den berühmt-berüchtigten Barbaren lässt filmische Vorgänger hinter sich und erschafft einen neuen visuellen Zugang. Bewusst martialisch wird die archaische Geschichte in teils erschreckenden Bildern erzählt. Den Fans des Fantasy- und Action-Genres wird dieser Film mehr als gerecht. Genre-Experte Marcus Nispel lässt seinen Titelhelden durch eine großartig in Szene gesetzte Landschaft wandern, ohne Ideologie oder der Frage nach moralischer Vertretbarkeit folgt CONAN dem simplen Lebensmotto: Leben, lieben, töten – für Conan, den Barbaren, ist das ausreichend. Ein klassischer und in sich stimmiger Genre-Film, der ganz in seiner mythischen Welt verhaftet bleibt.

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Actionfilm
Regie:Marcus Nispel
Darsteller:Jason Momoa; Rachel Nichols; Stephen Lang; Rose McGowan; Said Taghmaoui; Ron Perlman
Drehbuch:Thomas Dean Donnelly; Joshua Oppenheimer; Sean Hood
Kamera:Thomas Kloss
Schnitt:Ken Blackwell
Musik:Tyler Bates
Webseite:Conan3D.de;
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:112 Minuten
Kinostart:08.09.2011
Verleih:Warner
Produktion: Millenium Films Produktions, Lionsgate; EFF Independent Productions; Conan Properties International LLC;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Conan ist zurück und nach wie vor ein Barbar, dem es um Rache für den Mord an seinem Vater geht. Jedoch ist der Film in jeder Hinsicht größer als das Original: mehr Action, mehr Blut, mehr Gewalt – aber auch mehr Story.
Mit „Conan“ wird Regisseur Marcus Nispel seinem Ruf als Deutscher Meister des blutigen Genrekinos ein weiteres Mal gerecht, diesmal übertrifft das Ergebnis die Erwartungen jedoch deutlich. Der Film ist pures Genrekino, ohne eine behauptete Metaebene. Bei Conan findet angenehmerweise keine Funktionalisierung des Mythos statt, er lässt seine Protagonisten in einer längst untergegangenen irdischen Fantasiewelt agieren, ihren Rachegefühlen und Instinkten folgen und blendet dabei genau jene ideologische Überfrachtung aus, die andere Genrefilme immer wieder so ärgerlich macht. Conans Welt lässt sich auf seinen Schlüsselsatz reduzieren: „Ich lebe, ich liebe, ich töte. Das reicht mir.“
So folgt Nispel Conan auf seiner gewalttätigen Blutorgie durch fremde Länder und Völker, immer nur das eine Ziel vor Augen – die Rache. Dass beim Remake auch noch Sex ins Spiel kommt ist, sicherlich der Zielgruppe des Films geschuldet. Aber auch hier bleibt Nispel dem Genre treu – von Liebe zu sprechen würde den Akt aus Conans Sicht emotional zu hoch anlegen.
Die filmische Umsetzung der mythischen Welt ist dabei hervorragend gelungen, erstaunlich, wie das Team um Nispel Bulgarien in viele faszinierende Spielorte umgestaltet und mit Hilfe modernster Computertechnik einen überzeugenden Look verpasst. Als Manko ist jedoch anzumerken, dass die Szenenanschlüsse nicht immer gelungen sind und die Ästhetik der Animationswelt und die der realen Umgebung teilweise deutlich auseinander gehen. Eine Einschränkung, die Conans Fans sicher nicht überbewerten werden.
Man muss diese brutale Gewalt-und Blutorgie aus verschiedensten Gründen nicht gut finden und der computerspielhafte Aufbau der Story wirkt streckenweise etwas ermüdend. Doch der Film ist in seiner puristischen Grundhaltung ein selten gewordenes Stück Genrekino, dass eine Mehrheit der FBW-Jury durchaus als überzeugend erachtet und mit dem Prädikat wertvoll einstuft.