Auftauchen

Kinostart: 25.04.09
2006
Filmplakat: Auftauchen

FBW-Pressetext

Die unmögliche Liebe eines jungen Paares inszeniert dieser frische, präzise Film radikal, freizügig und tabulos. Das wirkt ungekünstelt und leidenschaftlich. Authentisch. Verblüffend gelungen auch, was mit zum Schwierigsten im Kino gehört: die Liebesszenen. Der dokumentarisch geprägte Debütfilm ist vor allem auch die Sternstunde einer jungen, exzessiven und mutigen Schauspielerin: Henriette Heinze als Nadja.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Felicitas Korn
Darsteller:Henriette Heinze; Golo Euler
Drehbuch:Felicitas Korn
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:96 Minuten
Kinostart:25.04.2009
Produktion: Erber + Koch Filmproduktion GmbH Judith Erber
FSK:12
Förderer:FFF Bayern

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

„Warum strahlst Du mich so an?“ – „Ich habe in zwei Minuten Geburtstag.“ -
„Wie alt wirst Du?“ – „Zwanzig.“

Mit diesem lakonischen Dialog beginnt die Liebesgeschichte der sechs Jahre älteren Fotografiestudentin Nadja mit dem „Zivi“ Darius. Es wird eine „amour fou“, eine verrückte und unmögliche Liebe unserer Tage. Felicitas Korn ist in ihrem Erstlingsspielfilm ein bemerkenswertes Porträt ihrer Generation gelungen, ihrer Lebenshaltungen und Lebenssüßungen.

Besonders bemerkenswert dabei ist die Radikalität des Entwurfs. Der Film führt seine Protagonisten durch alle Stadien der sexuellen Obsession – in einem freizügigen, tabulosen Stil –, skizziert dazu genauso präzise die Momente der Ernüchterung und des Zerfalls der Liebe. Die Regisseurin ergreift dabei konsequent die Partei ihrer Heldin, für die Konsequenz und Unbedingtheit ihrer Lebensmaxime. Sie will keine Halbheiten vom Leben, sondern das Ganze – auch um den Preis von Verzweiflung, Einsamkeit und Leid.
„Auftauchen“ ist vor allem die Sternstunde einer jungen Schauspielerin: Henriette Heinze als Nadja. Die Unbedingtheit ihres Gesichts, die Exzessivität des Spiels, auch das bewusste Ausstellen körperlicher Expression beeindrucken.
Die Affinität der Regisseurin zu einem dokumentarisch geprägten Inszenierungsstil gibt dem Film „Auftauchen“ seine Frische und Spontaneität. Der Film wirkt ungekünstelt, wirkt echt.