Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

Kinostart: 20.09.12
2012
Filmplakat: Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt

FBW-Pressetext

Dodge ist mit seinem Leben unzufrieden. Zuwenig hat er bisher erreicht, zu viel bereut. Ändern lässt sich daran nicht mehr viel, denn ausgerechnet jetzt macht sich ein Asteroid auf den Weg, die Erde zu zerstören. Nur 21 Tage bleiben der Menschheit, um alles zu erledigen, was erledigt werden muss. Für Dodge ist das ein Besuch bei seiner ersten großen Liebe. Für seine Nachbarin Penny ist es der letzte noch mögliche Flug zu ihren Eltern in England. Zusammen machen sich die beiden ungleichen Weggefährten auf, um Wünsche zu erfüllen. Und stellen fest: Das Ende der Welt kann auch ein Anfang sein. Es sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die in diesem romantischen Road-Movie von Regisseurin Lorene Scafaria aufeinandertreffen. Auf der einen Seite Dodge, wunderbar stoisch gespielt von Steve Carell, der als romantischer Anti-Held vor allem zu sich selbst findet. Auf der anderen Seite Keira Knightley als chaotische und liebenswerte Penny, die bis zum Schluss mit Optimismus und Lebensfreude bezaubert. Zwischen Carell und Knightley stimmt die Chemie, dazu gesellen sich skurrile Nebenfiguren. Stets schwingt eine bittersüße melancholische Stimmung mit, die den Zuschauer in seinen Bann schlägt und ihn träumerisch mitreisen lässt. Ein wunderschönes Endzeit-Märchen, bei dem die Liebe stärker ist als der Weltuntergang.

Filminfos

Gattung:Drama; Komödie; Spielfilm
Regie:Lorene Scafaria
Darsteller:Keira Knightley; Steve Carell; Adam Brody; Gillian Jacobs; Melanie Lynskey; Patton Oswalt; Connie Britton; T.J. Miller; William L. Petersen
Drehbuch:Lorene Scafaria
Kamera:Tim Orr
Schnitt:Zene Baker
Musik:Jon Sadoff; Rob Simonsen
Webseite:universal-pictures-international-germany.de;
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:101 Minuten
Kinostart:20.09.2012
Verleih:Universal
Produktion: Anonymous Content, Mandate Pictures; Indian Paintbrush;
FSK:12

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Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Ein Science-Fiction-Szenario leitet den Film ein, der sich in den weiteren Szenen als Parabel auf das Leben entpuppt. Es passieren absurde Dinge, denn der Tag, an dem die Welt endgültig nicht mehr zu retten ist, scheint bevorzustehen. Da finden sich selbst so grundverschiedene Menschen wie Dodge, Versicherungsvertreter und gescheiterter Ehemann, und Penny, seine in den Tag hinein lebende Nachbarin, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen. Dodge, der Unglückliche, wurde von seiner Frau verlassen, als die Nachricht vom Ende der Welt bekannt wurde, denn offensichtlich möchte sie die letzten 21 Tage nicht mit ihm verbringen.
Die Ereignisse rings um Dodge und Penny werden dramatischer und nur in kurzen Szenen eingeblendet, denn es geht ja vor allem um Dodges Suche nach der richtigen Frau für die verbleibende Zeit. Auch das Verhältnis zu seinem Vater will er noch klären. Endzeitstimmung macht sich breit. Nun wird der Film zum Roadmovie, denn Penny erkennt, dass sie die letzten Tage auf Erden mit ihrer Familie in England verbringen will und Dodge und Penny einigen sich: Er kann in ihrem Auto zu seinem Vater fahren und außerdem seine High-School-Flamme Olivia treffen, während er ihr helfen will, nach England zu gelangen.
Der Film bemüht sich, alle menschlichen und gesellschaftlichen Themen teils humorvoll anzusprechen, wirkt aber in manchen Szenen unentschlossen und wenig zugespitzt. Der Spannungsbogen fällt eher flach aus, da viele Szenen vorhersehbar und die Entwicklung der Charaktere nur zögerlich erscheinen.
Das Thema des Films wird vor allem durch seine Hauptdarsteller überzeugend vermittelt. Die liebevolle Zeichnung der beiden Helden Penny und Dodge geben dem Film Wärme und bestätigen seine Botschaft: Lebe jeden Tag, als wäre es der letzte.