Arthur

Kinostart: 05.05.11
2011
Filmplakat: Arthur

FBW-Pressetext

Arthur ist der einzige Nachkomme eines milliardenschweren Imperiums. Ein naiver, träumerischer, großherziger Lebemann, der unbeschwert und von zahlreichen verrückten Ideen beflügelt in den Tag hinein lebt. Doch als Arthurs Mutter den Erfolg ihres Imperiums durch das skandalöse Leben ihres Sohns gefährdet sieht, muss sich Arthur zwischen einer Zweckehe mit der eiskalten, erfolgsorientierten Susan und einem Leben mit seiner großen Liebe Naomi entscheiden. ARTHUR ist ein modernes Großstadtmärchen mit einem gut aufgelegten Protagonisten, der mit seiner freigeistigen Spontaneität sein Publikum verzaubert. Auch gelingt es dem Film, ernsthafte Probleme unserer Zeit gekonnt in die komödiantische Erzählung zu übersetzen und sich einer konfektionierten Komödien-Seichtigkeit zu entziehen. Russel Brand als Arthur und Helen Mirren als seine Nanny spielen in einem fulminanten Setting großartig auf. Unschätzbare Gags, exquisite Zutaten, edle Details – ein herzerfrischender, feudaler Spaß.

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm
Regie:Jason Winer
Darsteller:Russell Brand; Helen Mirren; Greta Gerwig; Luis Guzmán; Nick Nolte; Jennifer Garner; u.a.
Drehbuch:Peter Baynham
Buchvorlage:Steve Gordon
Kamera:Uta Briesewitz
Schnitt:Brent White
Musik:Theodore Shapiro
Webseite:arthurfilm.de;
Länge:110 Minuten
Kinostart:05.05.2011
Verleih:Warner
Produktion: Bender-Spink, Inc., Kevin McCormick; MBST;
FSK:12

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Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat wertvoll erteilt.

Arthur, Sohn einer geschäftstüchtigen, erfolgreichen und ehrgeizigen Mutter, Chefin eines riesigen Unternehmens, lebt in einem Zustand ewiger Kindheit, verantwortungslos und nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht. Hinter dieser Fassade des verspielten, verantwortungslosen jungen Mannes verbirgt sich ein traumatisierter Mensch, der im Alkohol und im Partyrausch Verletzungen zu verbergen versucht, wie zum Beispiel die Trauer um den früh verstorbenen Vater, das Aufwachsen ohne die Zuneigung der eigenen Mutter, dafür aber liebevoll umsorgt von einer Nanny als Mutterersatz. Diese Komödie mit durchaus ernsteren Themen wie Arthurs Erinnerung an eine Kindheit ohne elterliche Zuwendung, die Auseinandersetzung mit einer Welt, in der nur Geld und Macht, nicht aber Gefühle und Fürsorge regieren, ist mit überzeugenden Darstellern, allen voran Russel Brand und Helen Mirren, in Szene gesetzt. Neben vielen komischen Momenten wie geschickt eingesetzte Zitate aus Hollywoodfilmen – BATMAN oder STAR WARS - sind es vor allem die ernsteren Augenblicke, die angenehm überraschen. Dazu zählt die dezente und pathosfreie Art von Arthurs liebevoller Pflege seiner sterbenskranken Nanny. Erwähnenswert sind auch die Ausstattung, die Musik und die Kamera, die der schon so oft als Filmschauplatz benutzten Kulisse der Metropole New York einige starke Bilder abgewinnt. Dass einige Gags und manches sicherlich im Original witzige Wortspiel ein wenig flach daher kommen, stört leider den großteils positiven Gesamteindruck dieser Komödie, deren Held Arthur im Laufe der Geschichte durchaus Profil gewinnt und bei aller Märchenhaftigkeit der Handlung (siehe auch Einstieg und Epilog des Films mit Bilderbuchelementen) eine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht.