Alter und Schönheit

Kinostart: 08.01.09
VÖ-Datum: 10.07.09
2008
Filmplakat: Alter und Schönheit

FBW-Pressetext

Alter und Schönheit ist ein humorvoller und bewegender Film voller Lebenslust, der von großartigen Schauspielern und einer faszinierend lakonischen Stimmung getragen wird. Den Tod vor Augen bittet der frühere Lebemann Manni seine drei engsten Freunde für ihn noch einmal seine einstige große Liebe zu finden. Regisseur und Drehbuchautor Michael Klier inszeniert die Tragikomödie um die vier Freunde und deren Lebensgefühl mit großer Intensität, eingefangen wird sie von einer herausragenden Kamera in wunderschönen Bildern. Dabei sind es auch die überraschenden Vorfälle durch die der Film eine spielerische Leichtigkeit gewinnt, die ihn trotz des Todesmotivs nie grüblerisch werden lässt.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Kategorie:Arthouse
Gattung:Spielfilm; Tragikomödie
Regie:Michael Klier
Darsteller:Henry Hübchen; Armin Rohde; Burghart Klaußner; Peter Lohmeyer
Drehbuch:Michael Klier
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:97 Minuten
Kinostart:08.01.2009
VÖ-Datum:10.07.2009
Verleih:X Verleih
Produktion: X Filme Creative Pool GmbH, WDR, ARTE
FSK:6
Förderer:MBB; DFFF

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach vielen Jahren kommt eine Clique von alten Freunden wieder zusammen, weil Manni, einer von ihnen im Sterben liegt. Diese Krise führt dazu, dass die vier Bestand aufnehmen, und sich fragen, ob sie „richtig“ gelebt haben. Zusammen mit einer Ex-Geliebten des Krebskranken, die dieser unbedingt noch einmal sehen will, landen seine Freunde schließlich in dessen Bungalow, der noch ganz vom Zeitgeist ihrer Jugend durchflutet ist. Die Ikone Ferrari wird zur Metapher ihrer einstigen Sehnsüchte und jetzigen Ernüchterung. Denn am lebendigsten ist Manni in einem alten Schwarzweißfilm, in dem er davon träumte, einmal einen Ferrari zu besitzen. Jetzt hat er einen und stirbt an ihn gelehnt. Der Film lässt sich Zeit damit, seine Figuren vorzustellen. Michael Klier inszeniert die Landschaften mit der gleichen Intensität wie seine Figuren – besonders eindrucksvoll ist ihm dies beim Schlussbild gelungen. Das Ensemble der Schauspieler agiert ausnahmslos überzeugend auf einem durchweg hohen Niveau, dass es sich verbietet, eine Leistung besonders herauszuheben. Klier beschwört atmosphärisch genau das Lebensgefühl dieser Handvoll von Menschen herauf, und durch solche überraschenden Details wie die Zahnlücke von Rosi oder den überlaufenden Swimmingpool bekommt der Film eine spielerische Leichtigkeit, die ihn trotz des stets durchscheinenden Todesmotivs nie grüblerisch oder gar schwermütig werden lässt. Nicht nur hierbei erkennt man deutlich die französischen Vorbilder – Klier ist so etwas wie ein Berliner Yves Montand Film gelungen, und das ist wohl ebenso schwierig hinzukriegen wie ein deutsches Chanson. Dies ist als ein hohes Lob zu verstehen.