Wo die Wilden Kerle wohnen

Kinostart: 17.12.09
2009
Filmplakat: Wo die Wilden Kerle wohnen

FBW-Pressetext

Der wilde und jähzornige Max hat eine unglaubliche Fantasie, die ihn nach einem Streit weit weg von den Problemen mit den geschiedenen Eltern und der nervigen Schwester führt. In einem Boot reist er, als Wolf verkleidet, bis auf die Insel der Wilden Kerle, die den kleinen Entdecker sogar als ihren König anerkennen. Dort geht es jedoch nicht nur laut und fröhlich zu, auch hier muss Max lernen, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Um die Vorlage des weltbekannten Kinderbuches entspinnt Regisseur Spike Jonze einen außergewöhnlichen Film, der Traum und Wirklichkeit auf unnachahmliche Weise verschmilzt. Sowohl die charaktervollen Masken der liebevoll gestalteten Zottel-Monster wie auch das bezaubernde Szenenbild und die ausgefeilte Filmmusik wirken so stark, dass der Zuschauer jede Minute des Abenteuers voll genießen kann. Mit einer versöhnlichen Botschaft für große und kleine, wilde und zahme Zuschauer!
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Fantasy; Kinderfilm
Regie:Spike Jonze
Darsteller:Mark Ruffalo; Catherine Keener; Max Records
Drehbuch:Michael Goldenberg; Spike Jonze; Dave Eggers
Buchvorlage:Maurice Sendak
Kamera:Lance Acord
Schnitt:James Haygood; Eric Zumbrunnen
Musik:Carter Burwell; Karen O.
Webseite:WoDieWildenKerleWohnen-DerFilm.de;
Weblinks:kinderfilmwelt.de;
Länge:101 Minuten
Kinostart:17.12.2009
Verleih:Warner
Produktion: Village Roadshow Pictures, Legendary Pictures; Playtone Production;Wild Things Production;
FSK:6

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Ein lustiger und zugleich tiefgründig-schöner Kinderfilm von Spike Jonze mit fantastischen Bildern, herrlicher Bildgestaltung und einem kindgerechten Soundtrack, getragen von großer Melancholie und Liebe fürs Detail.

Mit der Verfilmung von Maurice Sendaks preisgekrönten gleichnamigen Kinderbilderbuchs ist dem Regisseur ein großer Wurf gelungen. Das Drehbuch nimmt den Geist der literarischen Vorlage wunderbar auf und führt es fort. Darüber hinaus stellt auch die gelungene Umsetzung als Realfilm, statt als Animationsfilm, mit überdimensionalen Puppenfiguren aus Jim Hensons Puppetshop ein großes Wagnis dar, das leicht hätte misslingen können. So zaubert Jonze eine wunderbare, atmosphärisch dichte Geschichte voller Magie und Faszination auf die große Leinwand, genau so, wie es das Kino braucht und sucht. Bemerkenswert, dass er den Zuschauern das Gefühl gibt, einem komplett „analog“ hergestelltem Filmepos beizuwohnen, weil die neueste technischen Möglichkeiten mit den unglaublichen Spezialeffekten nicht augenfällig werden, sondern unbemerkt die Geschichte zu transportieren helfen, statt laut und selbstverliebt auf sich selbst zu verweisen.

Kinogerechte, atemberaubende Landschaftsaufnahmen im fernen Land vor prächtigen Fantasiekulissen, die bereits auf dem Weg des jungen Protagonisten im tosenden Meer vor bedrohlichen Felsklippen und aufpeitschender Brandung einsetzen, ziehen den Zuschauer unaufhaltsam in eine Geschichte hinein, die von Anfang bis Ende spannend erzählt und von großer Zärtlichkeit und Hingabe zu seinen Figuren getragen ist. Unterlegt mit ansprechendem, sehr kindgerechtem Soundtrack mit teils fantastischer, bisweilen surrealer Musik, entsteht ein Klang- und Tonerlebnis, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann. Traum- und Realwelt stehen in einem gut ausbalancierten, nachvollziehbaren Verhältnis und so wirkt die Verschmelzung der sehr unterschiedlichen Welten wie aus einem Guss. Für die Liebhaber der literarischen Vorlage besonders interessant, ist die werkgetreue Nähe der opulenten Ausstattung wie Maske und Kostüme und auch der Bauten. Hier stimmt einfach alles bis ins kleinste Detail. Bravo - bravissimo!