WALL-E Der Letzte räumt die Erde auf

Kinostart: 25.09.08
VÖ-Datum: 05.02.09
2008
Filmplakat: WALL-E Der Letzte räumt die Erde auf

FBW-Pressetext

Ein mitreißender und anspruchsvoller Science-Fiction-Film für die ganze Familie. Der kleine Putzroboter WALL*E ist von den Menschen zurückgelassen worden, nachdem die Erde komplett zugemüllt war. Seine Welt gerät durch den Besuch des weiblichen Androiden Eva durcheinander. Dieser zunächst nicht nach Familienfilm klingende Plot entwickelt sich zu einem spannenden Kinoereignis. Eroberte Pixar mit Intelligenz, Kreativität und geistreichem Humor bislang nur die Erde, so greifen sie mit dieser Weltraumgeschichte nach den Sternen. Kenner können sich an Anleihen aus „2001: Odyssee im Weltraum“ und anderen Filmklassikern erfreuen. Technisch in gewohnter Perfektion zeichnet Regisseur Andrew Stanton seine Charaktere äußerst liebevoll und facettenreich, was ihm trotz des weitreichenden Verzichts auf Dialoge ausgezeichnet gelingt. WALL*E ist das Nonplusultra, das bisher emotionalste und zugleich kritischste Werk der Maßstäbe setzenden Animationsschmiede.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Spielfilm; Kinderfilm
Regie:Andrew Stanton
Drehbuch:Andrew Stanton
Weblinks:kinderfilmwelt.de; filmsortiment.de;
Länge:95 Minuten
Kinostart:25.09.2008
VÖ-Datum:05.02.2009
Verleih:Walt Disney
Produktion: The Walt Disney Company (Germany) GmbH, Pixar Animation Studios
FSK:0

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Es geht also doch: Nach „Robots“ und „Cars“ galt es als ungeschriebenes Animationsgesetz, dass Maschinen nicht genügend Identifikationsmöglichkeiten bieten, um eine breites Kinopublikum ansprechen zu können. Mit WALL*E tritt Pixar den grandios gelungenen Gegenbeweis an.

Eigentlich ist die Ausgangslage alles andere als familientauglich: Der Mensch hat die Erde durch Vermüllung ruiniert, ein paar Putzroboter zurück gelassen und sich selbst aus dem Staub gemacht. Wenn man jedoch sieht, mit welcher Hingabe sich der kleine WALL*E seiner Aufgabe annimmt, wie er den gefundenen Müll nach ganz eigenen Kriterien in wertvoll und –los einteilt, der weiß, dass er sich auf ein ganz besonderes Kinoabenteuer freuen darf.

Die technische Perfektion dieser CGI-Produktion muss gar nicht erst erwähnt werden, denn Perfektion ist Standard in diesem Animationsstudio. Herausragend ist jedoch, dass dieser Film fast ohne Dialoge der Hauptdarsteller auskommt, das nuancenreiche gegenseitige Wiederholen der Namen vollkommen zur facettenreichen Kommunikation genügt.

Zitate aus „2001“ und anderen Filmklassikern sind wieder einmal gekonnt eingestreut, und ein Zitat des scheinbar hilflos von seinen Maschinen geleiteten Kapitäns bringt die Botschaft auf den Punkt: „Ich will leben, nicht überleben.“. Dass die Menschheit dieses Überleben letztlich dem kitschigen Filmgeschmack des Helden zu verdanken ist, ist einer dieser vielen schönen Momente in diesem rundum empfehlenswerten Kinoabenteuer.

Der Abspann in Form eines erneuten, mit maschineller Hilfe beschleunigten par-force-Rittes durch die menschliche Kulturgeschichte ist der krönende Abschluss.