Unsere Ozeane

Kinostart: 25.02.10
2009
Filmplakat: Unsere Ozeane

FBW-Pressetext

Ein gigantischer Wal setzt zum eleganten Sprung über der Meeresoberfläche an; eine Horde von Krebsen scheint übereinanderherzufallen; ein Ballett aus unzähligen Fischen eines Schwarms formiert sich zu einer lebendigen Kugel – diese beinahe meditativen Bilder sprechen für sich. Nach NOMADEN DER LÜFTE hat sich das Team um Regisseur Jacques Perrin den vielfältigen Lebensräumen der Ozeane und ihrer Bewohner gewidmet und über drei Jahre hinweg mit neuster Technologie bildgewaltige Unterwasseraufnahmen zusammengetragen. Verknüpft durch einen sparsam eingesetzten Off-Kommentar, überraschend klaren Originalsound und passender musikalischer Begleitung, zaubern die Macher so ein intensives Erlebnis für die Sinne, das die Zuschauer auch für die Bewahrung dieser natürlichen Schönheit sensibilisiert. Kaum möchte man, dass dieser faszinierende Tauchgang durch die Weltmeere überhaupt ein Ende findet.

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Jacques Perrin; Jacques Cluzaud
Darsteller:Jacques Perrin; Lancelot Perrin
Drehbuch:Stéphane Durand; Jacques Perrin; Jacques Cluzaud; Francois Sarano; Laurent Debas
Schnitt:Vincent Schmitt
Musik:Bruno Coulais
Länge:93 Minuten
Kinostart:25.02.2010
Verleih:Universum
Produktion: Galatée Films
FSK:0
Bildungseinsatz:matthias-film.de;
Anbieter-Link:universumfilm.de

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Vier Jahre lang war ein engagiertes Team von Tauchern, Technikern, Wissenschaftlern und Filmregisseuren an über 50 Drehorten auf und in allen Ozeanen dieser Erde auf einer fantastischen Entdeckungsreise. Eine Reise, die den Zuschauer in eine Welt der Vielfalt und Harmonie des Lebens führt, eine Welt die einmal der Ursprung allen Lebens war. Mit perfekter Ausrüstung, modernster Kameratechnik und spezieller die Tierwelt schonender Lichttechnik offenbaren sich uns Bilder von unglaublicher, ja archaischer Schönheit. Bis in fast greifbarer Nähe erleben wir bekannte und bis dahin unbekannte Lebewesen. Die Bewegung der Tiere und der Tierschwärme offenbaren sich uns in geradezu eindrucksvoller Choreographie.

Durch eine präzise Montage der Bilderfülle und einer damit verbundenen geschickten Dramaturgie zeigt sich uns der Kreislauf des Lebens, vom Beginn des Lebens bis zum Ende, das Fressen und Gefressen werden. Ein ökologischer Kreislauf der Natur, der so erst den Lebensraum im Gleichgewicht hält, aber durch den Eingriff des Menschen Gefahr läuft, ernsthaft zerstört zu werden.

Ist der Einsatz der Kameraspezialisten bei den unter größten Schwierigkeiten entstandenen Aufnahmen nicht hoch genug zu loben, so gilt dieses Lob aber in besonderem Maß dem behutsamen „Eindringen“ in diese Tierwelt. Sieht man die Taucher als „stille“ Begleiter mancher Tiere, so wird dies beispielhaft bestätigt. Auf wunderbare Weise werden wir auch Zeuge davon, welche wundersamen Geräusche und Töne auch in einer Welt tief unter Wasser zu vernehmen sind – eine Meisterleistung der Tontechnik. Verbunden mit dem Tosen der Wellen an der Oberfläche und einem passenden Music-Score auch ein Erlebnis für das Hören.

Dass diese Hymne an das Leben, die Erde und seine Kreaturen in den Ozeanen für den Zuschauer damit zu einem wahren Fest der Sinne wurde, verdanken wir auch dem wohltuend sparsamen Kommentar. Insgesamt ein filmisches Muss-Erlebnis, das die Menschen im besten Sinne auch zum Nachdenken dazu anregen soll, dass auch unser Leben nur durch die Bewahrung der Natur und vor allem der Ozeane in Zukunft gesichert ist.