Seppi & Hias - Bayerisch Türkische Lausbubengeschichten

Filmplakat: Seppi & Hias - Bayerisch Türkische Lausbubengeschichten

FBW-Pressetext

Seppi und Hias sind die besten Freunde überhaupt. Beide wohnen in einem kleinen oberbayerischen Dorf, beide sind große FCB-Fans und beide sind wahre Lausbuben. Doch im Gegensatz zum waschechten Bayern Hias ist Seppi türkischer Herkunft. Den beiden Jungs ist das eigentlich egal, doch für Seppis türkischen Onkel ist es eine Schande, wie locker seine Schwester mit der Erziehung umgeht. Leberkäs-Semmeln und somit Schweinefleisch essen – also das geht nun wirklich nicht! Ganz in der Tradition der Ludwig-Thoma-Lausbubengeschichten verarbeitet hier der Regisseur Emre Koca seine eigenen Kindheitserinnerungen und liefert eine halbstündige Komödie mit bestens aufgelegten Darstellern, wunderschönen Landschaftsaufnahmen und jeder Menge witziger Einfälle, die vor allem die jungen Zuschauer begeistern werden. Und neben der pointierten Geschichte und ihrer spielerisch-leichten Umsetzung bleibt am Ende des Films eine so simple wie wichtige Botschaft des harmonischen interkulturellen Miteinanders, gerade jetzt wichtiger denn je.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Seppi und Hias sind unzertrennliche Freunde – zwei typisch oberbayerische Lausbuben mit entsprechendem Dialekt, aber nur mit dem kleinen Unterschied, dass der Seppi türkischer Abstammung ist. Gemeinsam gehen sie in die dritte Klasse der Dorfschule, spielen Fußball, sind leidenschaftliche Fans des FC Bayern und essen ebenso gerne Leberkäs-Semmeln. Beide würden so gerne ein Trikot vom Bayern-Star Schweinsteiger tragen, was Hias’ Vater, einem „60er“-Fan, gar nicht gefällt. Und der Onkel von Seppi, ein konservativer Türke, mag das mit der „Leberkäs-Semmel“ und dem Bayern-Trikot so gar nicht. Aber wahre Freunde helfen sich eben durch dick und dünn und so geht der junge Türke Seppi vertretungsweise sogar für Kumpel Hias zur Kommunionsbeichte.

In der Tradition der bayerischen Lausbubengeschichten ist dieser Abschlussfilm an der Münchner Film- und Fernsehhochschule ein etwas brav geratener Schwank, der auch deutliche Längen vorzuweisen hat. Pluspunkte sind die traditionell schönen Aufnahmen aus der oberbayerischen Bergwelt, angereichert mit vielen hübschen Einfällen und Streichen der beiden Jungs, welche unter guter Führung frisch und fröhlich spielen dürfen.