Papa

Filmplakat: Papa

Kurzbeschreibung

Nach dem Tod der Mutter braucht der kleine Sohn seinen Vater, der teils traurig, teils verbittert, teils wütend in Erinnerungen verhaftet ist, mehr als je zuvor.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Kurzfilm
Regie:Piotr J. Lewandowski
Darsteller:Ion Ewerrien Charly Hübner
Drehbuch:Piotr J. Lewandowski; Ira Völker
Länge:11 Minuten
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH, Carsten Strauch Filmproduktion;

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Erstaunliches Niveau und beachtliche Reife kennzeichnen diesen verhaltenen Kurzfilm, der seine bewegende Geschichte mit nur sehr wenigen Mitteln zu erzählen versteht. Die dichte Inszenierung operiert kammerspielhaft und sehr konzentriert. Aus der Gutenachtgeschichte, die ein Vater seinem Sohn vorliest, entwickelt sich das Drama einer Familienkatastrophe. Die Frau und Mutter fehlt, sie hat Selbstmord begangen. Der überlegt komponierte Film, in seinem Licht ästhetisch überhöht und einem theaterähnlichen Raum spielend, entblättert seine Dimensionen Schicht für Schicht. Wenige Sätze genügen und wenige Bildinformationen. „Sarah“ steht auf dem Karton mit den Kleidern. „Kann Mama jetzt auch tanzen?“, fragt der Junge, und die Antwort lautet: „Ja, und auch singen – und sie weiß, daß du immer noch nicht im Bett bist.“
Vom Vorspann mit den „fließenden“ Kinderzeichnungen bis zu den „Tropfen“ auf dem Nachspann ist der Film aus einem Guß. Kamera, Musik und Schnitt sind hervorragend. Der junge Darsteller ist sicher geführt und als Vater überzeugt der Schauspieler Charly Hübner mit einer reifen Leistung.