Notting Hill

Kinostart: 01.07.99
1999
Filmplakat: Notting Hill

Kurzbeschreibung

Mäßig erfolgreicher Buchhändler verliebt sich in eine wunderschöne Frau, die ein berühmter Hollywood-Star ist und im Mittelpunkt des Medieninteresses steht.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Romanze
Regie:Roger Michell
Darsteller:Hugh Grant; Julia Roberts; Richard McCabe; Rhys Ifans
Drehbuch:Richard Curtis
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:124 Minuten
Kinostart:01.07.1999
Verleih:Universal
Produktion: Polygram Filmed Entertainment, London, Polygram Filmed; Working Title Productions; Notting Hill Pictures;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Sie könnten zueinander natürlich nicht kommen, der unerreichbare
Kinostar aus Hollywood und der kleine Londoner Buchhändler.
"Notting Hill" erzählt ein Filmmärchen aus der Traumfabrik, ein
modernes Märchen von der "surrealistischen" Begegnung zweier
Menschen aus konträren Welten, die eigentlich keine Chance
hätten. Weil aber das Kino auch dazu da ist, immer wieder zu
zeigen, wie Märchen doch wahr werden könnten, darf sich der
Zuschauer daran vergnügen, daß ihm der Film eine Möglichkeit der
Realisierung des Traums vorspielt. Dazu versetzt ihn diese
romantische Komödie in die farbige Multi-Kulti-Welt des im Titel
genannten Londoner Stadtteils, mit seinen skurrilen Typen, bei
denen der von der Medienmeute gejagte und sich selbst entfremdete
Filmstar etwas findet, was ihm fehlt und was ihm - so möchten wir
nur allzu gerne glauben - wirklich etwas bedeuten könnte: echtes
Leben und echte Menschen.
Julia Roberts spielt hinreißend dieses Leinwandidol (das nicht
spielen kann) und die vielen Gesichter der Frau, die hinter der
Maske stecken. In Hugh Grant als schüchternem und erfolglosem
Buchhändler findet sie einen Gegenspieler mit vorsichtigem,
jungenhaften Charme, der seinem Traumerlebnis nicht trauen mag.
Ebenbürtig mit diesen beiden Stars agiert ein Aufgebot
exzentrischer und doch glaubhafter Nebenfiguren, unter denen der
ungewaschene und zottelige Freak von Rhys Ifans sich gleichsam
als running gag auszeichnet. So wird der Zuschauer trotz mancher
Längen vergnüglich unterhalten. Mit warmem Humor werden die
Seiten und Abseiten des Notting Hill-Milieus gezeichnet, das sich
in seiner Lebendigkeit so sehr von dem - mit feiner Selbstironie
karikierten - goldenen Käfig des Medienzirkus abhebt, in dem die
Protagonistin gefangen ist. Alle Millionen, die sie darin
verdient und die der Zuschauer nie verdienen wird, sind es nicht
wert, auf die große Liebe zu verzichten. Wie wahr und wie echt,
wird der Zuschauer sagen und befriedigt erleben, wie die
Kinoprinzessin und das männliche Aschenputtel schließlich doch
zueinander finden - bei einer Märchenhochzeit, mit der ein neues
Märchen beginnt.