Midnight in Paris

Kinostart: 18.08.11
VÖ-Datum: 21.12.11
2011
Filmplakat: Midnight in Paris

FBW-Pressetext

Gil, der mit seiner Verlobten Ines und ihren Eltern Urlaub in Paris macht, ist ein frustrierter Hollywood-Drehbuchautor, der zwei Träume hat: Er möchte einen Roman schreiben und außerdem auf ewig in Paris wohnen. Doch Ines und seine Schwiegereltern in spe haben dafür kein Verständnis. Sie fühlen sich als Touristen in der französischen Metropole mehr als wohl und leben in ihrer eigenen typisch amerikanischen Welt. Eines Nachts wandert Gil allein durch die Pariser Straßen und wird von einem herrschaftlichen Wagen aus den 20er Jahren aufgesammelt. Was er nicht weiß: Der Ausflug in eine rauschende Party-Nacht soll sein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Die neue romantische Komödie aus der Feder Woody Allens ist nicht nur eine Liebeserklärung an die Stadt der Liebe, sondern auch an das Gefühl von Romantik und Nostalgie an sich. Zusammen mit Gil begegnet der Zuschauer in urkomischen Szenen berühmten Figuren wie F. Scott Fitzgerald nebst Frau Zelda, Gertrude Stein oder auch Dali, die überspitzt aber doch treffend von einer hochkarätigen Schauspielriege dargestellt werden. Pointierte Dialoge, kluge Lebensweisheiten und philosophische Sinnsuche vermischen sich mit einem leichten Gefühl des Laissez-Faire. Ein zauberhaftes und romantisches Meisterwerk von Woody Allen, lau und verführerisch wie ein Spätsommerabend.

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm
Regie:Woody Allen
Darsteller:Tom Hiddleston; Rachel McAdams; Marion Cotillard; Michael Sheen; Owen Wilson; Adrien Brody; Alison Pill; Kathy Bates
Drehbuch:Woody Allen
Kamera:Darius Khondji
Schnitt:Alisa Lepselter
Webseite:midnight-in-paris.de;
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:94 Minuten
Kinostart:18.08.2011
VÖ-Datum:21.12.2011
Verleih:Concorde
Produktion: Gravier Productions, Mediapro;
FSK:0
DVD EAN-Nummer:4010324028945
Anbieter-Link:eurovideo.de

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wer hätte nicht einmal davon geträumt, auf eine Zeitreise gehen zu dürfen und plötzlich Menschen zu begegnen, die man schon immer einmal sehen wollte? Genau dies passiert dem „Amerikaner in Paris“, dem erfolgreichen Drehbuchautor Gil Pender, der eigentlich davon träumt, Schriftsteller zu werden. Er ist mit seiner Verlobten und deren reichen Eltern in Paris, das in Woody Allens Bilderwelt den Charme von Hochglanzpostkarten spiegelt und aussieht wie eine Werbeaktion des französischen Ministeriums für Fremdenverkehr und Tourismus. Aber gerade dieses Paris der Klischees, deren Aneinanderreihen zu Beginn des Films durchaus eine Liebeserklärung an den auch im Kino immer wieder so beliebten Schauplatz bedeutet, wird für den Romantiker Gil zum Ausgangspunkt für eine faszinierende Reise in die Vergangenheit, in die „Goldenen Zwanziger“, da Paris der Nabel der Welt war für Schriftsteller wie Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway und T. S. Eliot, für Musiker wie Cole Porter oder Maler wie Dalí, Picasso und Modigliani, Regisseure wie Buñuel und Kunstmäzene wie Gertrude Stein. Allens Film über einen Mann, der auszog, Schriftsteller zu werden und durch seine Begegnung mit der Vergangenheit am Ende mit frischen Kräften und neuem Lebensschwung in die Gegenwart zurück zu finden, ist ein heiteres Sommermärchen, erzählt mit Selbstironie und leisem Humor, umgesetzt in schöne Bilder und mit guten Darstellern wie Owen Wilson, Rachel McAdams und vielen berühmten Namen in den Rollen der Künstlerstars aus der Vergangenheit liebevoll besetzt. Die kleinen Lehren, die der freundliche Held Gil aus seiner Zeitreise mitnimmt, lassen sich gut nachvollziehen, sind aber unaufdringlich genug, um den Spaß an dieser vergnüglichen und liebenswerten Komödie der Irrungen und Wirrungen nicht zu beeinträchtigen und die Moral von der Geschicht’ - dieser originellen Form einer Geistergeschichte - nicht durch Gedankenschwere belasten zu lassen.