Kung Fu Panda 2

Kinostart: 16.06.11
2011
Filmplakat: Kung Fu Panda 2

FBW-Pressetext

Der gemütliche Kung Fu Panda Po genießt als ausgebildeter Drachenkrieger das Leben mit seinen Freunden, den Furious Five. Als ihn die Nachricht erreicht, der böse Pfauenfürst Lord Shen würde ganz China mit einer neuen Kampfmaschine erobern wollen, verliert die Truppe keine Zeit und stürzt sich auf die Bösen mit Mut, Kampfkraft und Gebrüll. Auch in diesem Abenteuer muss Po eine Aufgabe bewältigen, an der er wachsen kann. Dabei überzeugt der Film mit einem anspruchsvollen Konzept, das die gelungene Unterhaltung mit tiefergehenden Gedanken und Vorgängen mischt. So spielt auch die chinesische Kultur eine Rolle, wenn der Schüler Po zur inneren Ruhe findet. Nach dem Erfolg des ersten Teils überzeugt die neue Animation aus dem Hause Dreamworks mit fulminanten Bildern, rasanten Action-Sequenzen und jeder Menge Witz, vor allem natürlich durch die gelungene Synchronisation mit Hape Kerkeling als Po. Der unschuldige Pandabär ist ein ungewöhnlicher und liebenswerter Held, der es stets schafft, mit einer großen Portion Optimismus gegen den gruseligen Bösewicht Shen anzutreten. Sympathisch an ihm ist vor allem, dass er keine Figur durchgehender Stärke ist. Dass ihn seine Freunde bei seinen Aufgaben stets unterstützen, ist die weitere positive Botschaft des Films. Gut gemachte Action und Spaß mit Kopf und Verstand sind bei dieser kurzweiligen Unterhaltung garantiert!

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Komödie; Kinderfilm
Regie:Jennifer Nelson
Drehbuch:Jonathan Aibel; Glenn Berger
Musik:Hans Zimmer; John Powell
Weblinks:kinderfilmwelt.de; filmsortiment.de;
Länge:91 Minuten
Kinostart:16.06.2011
Verleih:Paramount
Produktion: DreamWorks Animation
FSK:6

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Einem chinesischen Herrscherpaar aus dem Geschlecht der Pfauen wird prophezeit, dass sein Sohn Shen dem Bösen anheim fallen würde. Erst ein weiß-schwarzer Krieger könnte ihn schließlich aufhalten. Chen wird verbannt, und seinen Eltern bricht darüber das Herz. Fortan regiert anstelle der Pfauen ein Rat weiser und mächtiger Kung Fu-Krieger das Land. Aber Lord Shen, gekränkt und ehrgeizig, sinnt auf Rache: Er lässt die alten Kämpfer ins Gefängnis werfen und will die ganze Macht an sich reißen. Dabei soll ihm das Schwarzpulver helfen, das wunderbare Feuerwerke zaubern, aber auch furchtbare Zerstörung anrichten kann. Für seine gigantischen Kanonen benötigt er Metall, das er von seinen Wolfsbanden im ganzen Land zusammen rauben lässt. Und alsbald werden auch Kung Fu Panda Po und seine Freunde der „Furious Five“ zur Hilfe gerufen, als ein Dorf in der Nachbarschaft überfallen wird. Im gloriosen Kampf sind die Wolfsbanden fast besiegt, als Po durch ein Abzeichen der Wölfe zutiefst verunsichert wird. Dieses Zeichen muss mit seiner Vergangenheit und seinen leiblichen Eltern zu tun haben. Sein Ziehvater, der Gänserich Ping, kann ihm nicht weiter helfen. Er hatte den kleinen Panda in einer Rettichkiste gefunden und weiß nichts über dessen Herkunft. Aber Po kann sich keine Schwäche erlauben: Um das Land vor dem bösen Lord Shen zu retten, sind nicht nur seine Kung Fu-Künste und die besonderen Fähigkeiten seiner Gefährten Tigress, Crane, Monkey, Mantis und Viper gefragt. Vielmehr muss Po seinen inneren Frieden finden, um gegen die überlegenen Waffen des Gegners bestehen und die alte Weissagung erfüllen zu können. Dabei wird er schließlich auch das Rätsel seiner Herkunft klären können.

In einer wunderbar gestalteten Exposition, die an die Scherenschnittfilme Lotte Reiningers erinnert, wird die Vorgeschichte erzählt. In filigranen, primär rot und schwarz gehaltenen Bildern entsteht das alte China auf der Leinwand. Verspielte Gebäude, exotische Pflanzen, kalligraphisch gestaltete Hintergründe, die asiatischen Tuschezeichnungen nachempfunden sind. In diesem Ambiente wird Lord Shen eingeführt, der seine Pfauenfedern nicht nur eitel spreizen, sondern sie auch wie Messer werfen kann. Dagegen steht Po, schwarz-weiß und rund wie das Yin und Yang Symbol, in dessen Umriss er in besonderen Momenten zu sehen ist. Es steht für polar entgegen gesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte und Prinzipien, die auch den Subtext des Films bilden: In sich ruhen und kämpfen, sich der Vergangenheit bewusst sein und in die Zukunft schauen. In den besonders in 3D wirkungsvollen Sequenzen gibt es atemberaubende Action im Sinne des Martial Arts-Kinos und eindrucksvolle visuelle Effekte. Das Ganze ist komponiert in einem gelungenen Rhythmus von Tempo-Änderungen zwischen rasanten Kampfszenen und ruhigen, kontemplativen Momenten.

Trotz aller Kampfeslust und –kunst ist Po aber immer noch der knuddelige Bär, der mitunter tollpatschig und stets verfressen ist. Er sorgt für allerhand Komik und Slapstick-Effekte und ist eine eindeutige Identifikationsfigur für jüngere Zuschauer, die sich in ihm mit all seinen Unzulänglichkeiten und Zweifeln wieder erkennen können. Durch die Suche nach seiner Identität gewinnt der Charakter an zusätzlicher Tiefe. Dabei korrespondiert sein Trauma als Waisenkind mit dem des von seinen Eltern verstoßenen Sohnes Shen – allerdings werden die beiden Antagonisten auf ganz unterschiedliche Art mit ihnen fertig. Die Zuspitzung auf die Polarität zwischen Po und Shen beinhaltet, dass Pos Gefährten in den Hintergrund treten, obwohl auch sie als Charaktere mit besonderen Stärken und Schwächen erfahrbar werden. Die Stimmen sind auch in der deutschen Synchronfassung sehr passend eingesetzt – allen voran Hape Kerkeling als Po.

KUNG FU PANDA sorgt für Spannung, Unterhaltung und Spaß auf unterschiedlichen Ebenen und bietet Raum für vielerlei Assoziationen. Vor allem besticht der Film durch die hervorragende Animation, die verschiedene Stile und Techniken auf höchstem Niveau einsetzt und gekonnt miteinander verbindet.