King Kong

Kinostart: 14.12.05
2005
Filmplakat: King Kong

FBW-Pressetext

Die beste Werbung für das Kino: Auch nach 110 Jahren Filmgeschichte gibt es immer noch Filme, die das Nie-Dagewesene bieten. Film als großes Spektakel, mit überraschend vielen sensiblen Momenten.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Abenteuerfilm
Regie:Peter Jackson
Darsteller:Jack Black; Colin Hanks; Adrien Brody; Thomas Kretschmann; Naomi Watts
Drehbuch:Frances Walsh
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:188 Minuten
Kinostart:14.12.2005
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures Corp., Big Primate Pictures; Wingnut Films;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach 188 Minuten Film, die keine Minute Langeweile aufkommen lassen, ist dem Zuschauer vor Augen und Ohren geführt worden, dass auch nach 110 Jahren Filmgeschichte Werke entstehen können, die alles bisher im Kino Gesehene in den Schatten stellen. Regisseur Peter Jackson beweist, dass bislang erreichte Krönungen an Perfektion noch zu übertreffen sind und dass der märchenhafte Zauber des Geschehens durch trick- und computertechnische Raffinessen so realistisch darstellbar ist, dass man es zwischendurch fast mit der Angst zu tun bekommt.

Peter Jacksons „King Kong“ steht in der großen und ehrenvollen Tradition des Spektakels, das vom Jahrmarkt kommt – der „greatest story ever told“. Und im Zeitalter von DVD und häuslichen Flachbildschirmen, von Internet-Formaten und Raubkopie-Flimmern demonstriert sein Film eindrücklich, dass der größte, beste, wahrste Ort des Films immer noch das Kino und die große Leinwand ist. „King Kong“ ist dafür die beste Werbung.

Peter Jacksons Meisterwerk ist aber nicht nur der Beleg für handwerkliche Perfektion in allen Belangen, sondern auch das kunstfertig umgesetzte Ergebnis eines ausgeklügelten Drehbuchs mit feiner Dramaturgie und der Vorgabe für wahrhaft sensationelle Sequenzen. Die Stampede der Dinosaurier durch die Inselschluchten zum Beispiel lässt nicht nur Spielbergs „Jurassic Park“ hinter sich – und den Zuschauer atemlos vor soviel purer filmischer Bewegung, diese Sequenz wird dann auch noch getoppt durch King Kongs Wüten in den Schluchten von New York wie auch sein Besteigen des Empire State Building.

Wer aber nun glaubt, Peter Jackson sei es nur an einer weiteren Steigerung des Action-Films gelegen, wird schnell eines Besseren belehrt: „King Kong“ liefert in seiner Einführungssequenz ein wunderschön montiertes Stimmungsbild der Depressionszeit der Dreissiger Jahre in den USA mit Prohibition, pulsierendem Broadway wie auch beängstigendem Upper-Class-Milieu-Leben in der Supermetropole New York.

Aber auch dies: Der Cineast Jackson beweist seine große Liebe zum Film mit wundervollen Reminiszenzen an die Frühzeit der amerikanischen Filmindustrie, selbstverständlich auch an die legendäre erste King-Kong-Verfilmung von 1933 - bis hin zur Einbindung des Orginal-Music-Scores von Max Steiner in den neuen Soundtrack.

Ausstattung, Kamera und Montage gehören zum Besten, was das zeitgenössische Weltkino aufzubieten vermag. Die Besetzung ist typgerecht, das Spiel in allen Rollen perfekt.
Naomi Watts überzeugt auf besondere Weise im „Zusammenspiel“ mit King Kong. Und in der super-naturalistischen Darstellung des Riesenaffen, sei es in Bewegung oder Mimik, setzt der jüngste und größte aller Monumentalfilme einen neuen Meilenstein.
Peter Jacksons „King Kong“ wird so für heutige Zuschauer zu einem Stück gerade aktuell geschriebener Filmgeschichte. „King Kong“ ist Kino pur.