Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Kinostart: 29.03.18
2018
Filmplakat: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

FBW-Pressetext

Die erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende ist eine wundervoll inspirierende Reise in das Land der Fantasie und der Abenteuer.

Jim Knopf kam per Zufall nach Lummerland. Keiner der Bewohner auf der Insel konnte sich erklären, woher das Baby, welches der Postbote eines Tages brachte, kam. Frau Waas nicht, Herr Ärmel nicht, der König nicht – und auch Lukas nicht, der als Lokomotivführer sonst auf alles eine Antwort weiß. Nur eines war klar: Jim Knopf soll auf Lummerland das schönste Leben haben, was man einem kleinen Jungen wünschen kann. Und genauso ist es gekommen. Doch als Lukas eines Tages die Nachricht erhält, dass seine geliebte Lok Emma einfach ausrangiert werden soll und er beschließt, Lummerland zu verlassen, entscheidet sich Jim, mit ihm zu gehen. Schon bald wartet auf die beiden Freunde hinter der Insel mit zwei Bergen ein ganz großes spannendes Abenteuer. Als erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende entführt der Film von Regisseur Dennis Gansel die Zuschauer in ein wunderschönes und faszinierendes Reich der Fantasie. Schon der erste Blick auf das bis ins kleinste Detail liebevoll erschaffene Lummerland und die ersten Töne, die der Augsburger Puppenkiste Respekt zollen, beweisen, mit wieviel Herzblut, Lust und Leidenschaft die Macher sich der Geschichte angenommen haben. Ob Requisite, die Auswahl der Drehorte, die Kostüme und die Lichtsetzung: Alles ist bunt und sonnig und die vielen Farben und Lichtstrahlen erschaffen eine Stimmung, der man sich nicht nur als Kind mit ehrlicher Freude hingeben möchte. Das Darstellerensemble agiert mit großer Spielfreude und hat sichtlich Spaß an den einzelnen Rollen: Ob Uwe Ochsenknecht als tapsiger König, Christoph Maria Herbst als pedantischer Nachbar oder Annette Frier als gütige Frau Waas. Doch die Geschichte wird natürlich getragen von Henning Baum, der den tapferen Lukas mit so viel Herzenswärme und Stärke spielt, dass man ihm bis ans Ende des Horizonts folgt, und Solomon Burke. Er verkörpert Jim Knopf mit Witz, Pfiff und der genau richtigen Portion Neugier, was ihn zur perfekten Identifikationsfigur für die junge Zielgruppe macht, die dieses spannende, lustige und fantasievolle Abenteuer gemeinsam mit ihm durchlebt. Und die lernen kann, dass man vor etwas Fremden keine Angst haben muss. Denn mit einem guten Freund zusammen kann man die ganze Welt erobern.

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Kinderfilm
Regie:Dennis Gansel
Darsteller:Solomon Gordon; Henning Baum; Annette Frier; Christoph Maria Herbst; Uwe Ochsenknecht; Milan Peschel; Rick Kavanian; Shirley MacLaine
Drehbuch:Andrew Birkin; Dirk Ahner; Sebastian Niemann
Buchvorlage:Michael Ende
Kamera:Torsten Breuer
Schnitt:Ueli Christen
Musik:Ralf Wengenmayr
Länge:110 Minuten
Kinostart:29.03.2018
Verleih:Warner
Produktion: Rat Pack Filmproduktion GmbH, Warner Bros. Filmproduktion GmbH; Malao Film; Studio Babelsberg; Bavaria Pictures GmbH;
FSK:0
Förderer:MFG Baden-Württemberg; FFA; MBB; FFF Bayern; DFFF; German Motion Picture Fund

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Schon vor „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ schrieb Michael Ende im Jahre 1960 den Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Generationen von Kindern erfreuten sich an den Abenteuern der beiden Helden, nicht zuletzt auch durch die Fernsehadaptionen der Augsburger Puppenkiste. Ein Kinofilm war eigentlich schon seit Jahren überfällig. Aber wenn man es richtig machen möchte, dann dauert es manchmal etwas länger….zum Glück! Mit für den deutschen Produktionsmarkt erkennbar sehr großem finanziellen Einsatz entstand ein optisch überwältigend schöner Film. Eindrucksvoll und phantasiereich sind die Bauten sowie die farbenprächtige und detailgenaue Ausstattung. Lobenswert der Verzicht auf überbordende Special Effects à la Hollywood. Dafür die liebevolle Konzentration auf alledie bekannten Elemente und Abenteuer, bekannt aus dem Buch. Auf nichts müssen die leidenschaftlichen Leser von Michael Endes Werk im Film verzichten: Jim Knopfs Ankunft im Karton, geschickt von Piraten, und sein Heranwachsen auf Lummerland; die Reise mit Lukas ins Kaiserreich Mandala; die tollen Abenteuer auf der Suche nach Prinzessin Li Si; der Weg in die Drachenstadt und ins Land der 1000 Vulkane....
Dennis Gansel inszeniert die Geschichte um Jim Knopf stilsicher und äußerst kindgerecht, was auch der Besetzung der Charaktere und deren Spiel bestens entspricht. So können Henning Baum als Lukas, Annette Frier als Frau Waas, Uwe Ochsenknecht als König Alfons und Christoph Maria Herbst als Herr Ärmel überzeugen. Das gilt aber auch und gerade für den jungen Solomon Gordon als Jim Knopf.
Eine gute Kamera- und Lichtarbeit, die perfekte Montage und die angenehme musikalische Begleitung von Ralf Wengenmayr unter variationsreicher Einbeziehung der bekannten Melodien gehören zu den weiteren gelungenen handwerklichen Leistungen dieses wunderschönen Films.