Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!

Filmplakat: Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!

FBW-Pressetext

Sita lebt mit ihrer Mutter zusammen in einem Häuschen direkt am Flussufer. Sie liebt Tiere, fährt viel Rad und geht gern zur Schule. Vor allem der Unterricht bei Herrn Franz macht Sita Spaß. Doch irgendwas stimmt mit Herrn Franz nicht. Denn immer wenn Sita mit ihm über ihr Lieblingstier, den Frosch, reden will, benimmt sich der Lehrer so komisch. Eines Tages findet Sita heraus, wo das Problem liegt. Herr Franz ist nicht nur ein Mensch, sondern auch ein Frosch. Erst finden Sita und ihre Klassenkameraden das merkwürdig. Doch bald schon hat die Klasse noch mehr Spaß mit Herrn Franz – vor allem draußen im Matsch, wenn alle zusammen herumhüpfen können. Als jedoch ein neuer Direktor an die Schule kommt, muss sich Herr Franz vorsehen. Denn der neue Direktor heißt Storch. Und als solcher hat er es auf Frösche abgesehen. Vielleicht könnte ja Sitas Mutter bei dem Problem helfen. Schließlich ist sie Tierärztin. Aber sie hat immer so viel zu tun und nie wirklich Zeit für ihre Tochter. Also muss Sita allein alles versuchen, um ihren Lieblingslehrer vor Direktor Storch zu schützen. HILFE UNSER LEHRER IST EIN FROSCH! ist entzückende Unterhaltung für die Zielgruppe der jüngsten Kinofans und die ganze Familie. Kindgerecht erzählt der Film von Anna van der Heide seine fantasievolle Geschichte, die auf einer gleichnamigen und in den Niederlanden sehr erfolgreichen Buchvorlage basiert. Die kleine Heldin Sita ist eine Figur, der man als Zuschauer gerne folgt. Sie ist offen, ehrlich, begeisterungsfähig und setzt sich für das ein, was ihr wichtig ist und am Herzen liegt. Auch die erwachsenen Darsteller spielen mit großer Spielfreude ihre teils tierischen Rollen überzeugend. Dass Sita ständig unterwegs ist und die Abwechslung nicht etwa vor dem Fernseher oder dem Computer sucht, sondern draußen in der eigenen kleinen Welt, die riesengroße und höchst unterhaltsame Abenteuer bereithält, ist eine wichtige Botschaft für die Zielgruppe. Doch es gibt auch ernste Töne, die angeschlagen werden: So wird das Problem alleinerziehender Eltern oder die Ausgrenzung von Menschen, die anders sind als andere, auf sensible Weise in die Geschichte eingewoben, jedoch ganz ohne moralischen Zeigefinger. HILFE UNSER LEHRER IST EIN FROSCH! ist ein rundherum gelungener und bezaubernder Film für die ganze Familie. Ein tierischer Spaß, von der ersten bis zur letzten Minute.

Filminfos

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

In dieser Familie scheinen die Rollen von Tochter und Mutter vertauscht zu sein. Die kleine Sita kümmert sich ums Frühstück und darum, dass die Mutter mit einem Pausenbrot zur Arbeit fährt. Erst dann macht sie sich auf den Schulweg, wobei ihr netter Klassenlehrer sie auf seinem Fahrrad (denn ihr eigenes hat einen Platten) mitnimmt. Dies ist eine stimmige und witzige Exposition, bei der das junge Zielpublikum sich schnell mit der quicklebendigen Heldin identifizieren kann und die Erwachsenen eher ebenbürtige Freunde als Autoritätspersonen sind. Und schon bald wird deutlich, dass auch der beliebte Lehrer die Hilfe von Sita dringend nötig hat, denn wenn in seiner Gegenwart Frösche auch nur erwähnt werden, werden zuerst seine Hände grün und aufgebläht und bald sitzt er selber als kleiner Frosch auf dem Boden. Nur wenn er eine Fliege fängt, verwandelt er sich wieder zurück und Sita beschützt ihn zuerst alleine und dann gemeinsam mit ihrer ganzen Klasse, indem sie immer eine gefangene Stubenfliege für ihn bereithält. Doch der neue Schulleiter hat es auf den netten Lehrer abgesehen. Und er heißt nicht nur Storch, sondern verwandelt sich auch regelmäßig in solch einen Raubvogel, der am liebsten Frösche frisst. Diese fantastische Geschichte wird kindgerecht und fröhlich in Szene gesetzt. Kleine Konflikte wie jener zwischen Sita und ihrer Mutter, die zu wenig Zeit für sie hat, werden spielerisch durchgespielt und aufgelöst, und es wird nie zu bedrohlich, denn der wunderbar storchenhaft wirkende Schulleiter ist keine wirkliche Bedrohung für die pfiffigen Kinder, die ihn dann auch von seiner Einsamkeit erlösen, indem sie ihm mit einer schönen Storchendame in einen Käfig sperren. Die Regisseurin Anna van der Heide ist ganz bei den Kindern, erzählt einfühlsam aus deren Blickwinkel. Dabei vermittelt sie, ohne dabei je pädagogisch zu wirken, positive Werte wie Freundschaft, Solidarität, Verantwortung und Toleranz.