Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Kinostart: 03.06.04
2004
Filmplakat: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

FBW-Pressetext

Stilistisch konsequent in düsteren Farben gehalten eröffnet der 3. "Potter" mit all seinen Fabelwesen und Gruseleffekten eine neue Zauberwelt und überrascht durch die perfekte und fantasievolle Trickgestaltung. Altersempfehlung ab 10 Jahren (in Begleitung Erwachsener)..
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Fantasy; Abenteuerfilm
Regie:Alfonso Cuarón
Darsteller:Julie Christie Robbie Coltrane Rupert Grint Daniel Radcliffe Emma Watson
Drehbuch:Steve Kloves
Weblinks:kinderfilmwelt.de; filmsortiment.de;
Länge:141 Minuten
Kinostart:03.06.2004
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. Film, Heyday Films; 1492 Pictures
FSK:12
Bildungseinsatz:fwu-shop.de;

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

In der Verfilmung des dritten Romans der Harry Potter-Serie der englischen Autorin Joanne K. Rowling muß sich Harry Potter nicht nur mit einem ganz neuen und angeblich gefährlichen Gegner auseinandersetzen, dem aus dem Gefängnis von Askaban entflohenen Sträfling Sirius Black, sondern vor allem mit seiner beginnenden Pubertät und mit seinen eigenen Ängsten.

Der dritte Film ist ein dichtes Netz aus Abenteuer und dramaturgisch subtil eingesetzten Spannungsmomenten, in denen die oft düstere und gefahrvolle Stimmung der Handlung atmosphärisch dicht eingefangen wird. Dabei kommt es immer wieder zu überraschenden neuen Wendungen und zu Einblicken in die charakterliche und seelische Entwicklung und Gefühlswelt der jungen Helden, die aus dem Gros bekannter Jugendfilme und auch aus den bisherigen Potter-Filmen herausragen.

Auch technisch und handwerklich ist dieser dritte Teil besonders gelungen. Von dem Einsatz der Musik, komponiert wie schon bei den beiden ersten Teilen, von John Williams, läßt sich ebenso viel Gutes sagen wie von der Kamera und dem Licht. Es geht hier auch nicht allein um eine Fantasygeschichte, in der Kinder sich mit überirdischen Wesen messen müssen - allen voran den schauderhaften dunklen Dementoren, die an die "Schwarzen Reiter" aus "Der Herr der Ringe" erinnern, sondern um die Bewährungsprobe einer Freundschaft, um Ehre, Treue und Verrat und um die Auseinandersetzung mit den Phänomenen Zeit und Erinnerung. Diese thematische und stilistische Vielfalt rechtfertigt nach Ansicht des Ausschusses das höchste Prädikat.