Filmplakat: Harald

FBW-Pressetext

Harald ist groß, stark und ein erfolgreicher Wrestler. Zahllose Preise hat er schon gewonnen und seine Mutter damit stolz und glücklich gemacht. Denn eigentlich ist sie es, der viel mehr an Haralds Sportlerkarriere gelegen ist. Der junge sensible Mann selbst möchte nämlich lieber Blumen züchten. Das geht natürlich nicht, denkt die ehrgeizige Mutter und erpresst fortan ihren ungezogenen Sohn: Entweder er kämpft weiter oder die Blumen müssen sterben. Harald ist traurig. Bis er einen Plan schmiedet. Eine kleine feine Geschichte mit einem bitterbösen Ende hat Moritz Schneider, Student an der Filmakademie in Ludwigsburg hier konzipiert. Den tumben Harald mit dem goldenen Herzen und dem grünen Daumen schließt der Zuschauer schnell ins Herz. Die Mutter dagegen ist das Böse schlechthin und kommt am Ende hochverdient und, wie in einem Märchen passend, zu einer angemessenen Strafe. Bis dahin unterhält der 6minütige Animationsfilm mit wunderbaren Bildern in ausgereifter 3D-Technik und jeder Menge kurzweiliger Gags. Ein hochamüsantes Kurzfilmvergnügen mit einem richtig starken Helden.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kurzfilm
Regie:Moritz Schneider
Drehbuch:Moritz Schneider
Musik:Balz Aliesch
Webseite:filmakademie.de;
Länge:6 Minuten
Verleih:Filmakademie Baden-Württemberg
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Förderer:Filmakademie Baden-Württemberg

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Eine zu ehrgeizige Mutter, die ihr Kind gegen dessen Natur in eine Karriere drängt. Dieser menschliche Grundkonflikt wird hier auf eine überraschende und humorvolle Weise dramatisiert. Der Titelheld ist ein sanftmütiger Riese, der Pflanzen liebt und mit ihnen arbeiten will. Seine bösartige Mutter zwingt ihn jedoch dazu, als Wrestler im Ring seine Opponenten zu besiegen. Als Druckmittel gegen ihn droht sie damit, seine Pflanzen zu quälen, sodass er ihre Qual nur dadurch vermeiden kann, dass er Menschen quält. Doch er findet eine Lösung, deren konsequente Logik verblüfft und genießt es am Ende, endlich verlieren zu dürfen. Diese starke Geschichte wird hier mit einem guten Gefühl für dramaturgische Ökonomie erzählt. Die 3-D-Animation ist einfallsreich eingesetzt und ausgeführt, und auch solche schönen Ideen wie das rosafarbene Kampfkostüm von Harald oder der Kontrast zwischen dessen Körpermasse und der vergleichsweise winzigen Mutter tragen dazu bei, dass dieser Animationsfilm in seinen gut sechs Minuten wunderbar unterhält und künstlerisch überzeugt.