Ente, Tod und Tulpe

Filmplakat: Ente, Tod und Tulpe

FBW-Pressetext

Regisseur Matthias Bruhn erzählt auf sanfte Weise nach dem Bilderbuch von Wolf Erlbruch die Geschichte von der Ente, die plötzlich so ein Gefühl hat und feststellt, dass der Tod ihr folgt. Doch aus der anfänglichen Angst wird in Gesprächen am See und in der hohen Baumkrone eine zarte Freundschaft. Die pastellfarbenen Bilder lassen viel Freiheit für dieses schöne und ebenso weise Gleichnis und entfalten ihre poetische Kraft gleich in der ersten Minute. Ausgezeichnet auch die Leistung der Synchronsprecher Harry Rowohlt und Anna Thalbach, die den Figuren Charakter und Ausdrucksstärke verleihen. Nicht nur kleine Zuschauer führt der animierte Kurzfilm hin zur beruhigenden Erkenntnis, dass der Tod ein stetiger Wegbegleiter ist, der an die Schönheit des Augenblicks denken lässt. Denn: So ist das Leben.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinderfilm; Kurzfilm
Regie:Matthias Bruhn
Drehbuch:Matthias Bruhn; Wolf Erlbruch
Musik:Alex Flucht
Weblinks:trickstudio.de;
Länge:10 Minuten
Kontakt:http://www.trickstudio.de/
Produktion: TrickStudio Lutterbeck GmbH
FSK:0
Bildungseinsatz:filmsortiment.de;
Förderer:Filmstiftung NRW; WDR; KJDF

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Am Beginn kommt es zu einem Dialog zwischen der Ente und dem Tod. Ente: „Und jetzt kommst Du mich holen." Der Tod: „Ich bin schon in Deiner Nähe, solange Du lebst - nur für den Fall."

2007 erschien das Kinderbüchlein „Ente, Tod und Tulpe" von Wolf Erlbruch mit seinen Zeichnungen - ein philosophisches Märchen, ein poetischer Diskurs über Freundschaft, Abschied nehmen und dem Tod. Der Tod als Partner und Wegbegleiter. Am Ende stirbt die Ente, der Tod übergibt ihren Leichnam dem Fluss. Er trauert - „Aber so ist das Leben."

Matthias Bruhn adaptierte „Ente, Tod und Tulpe" im schönen Gleichklang mit den Intentionen des Autors für den Animationsfilm mit den Stimmen von Anna Thalbach und Harry Rowohlt. Das andere Genre multipliziert sogar jetzt den Gleichnischarakter der Erzählung.

Unbedingt erwähnenswert in diesem Zusammenhang auch die treffliche Sentenz der Künstler über ihre Zielgruppe: ENTE, TOD UND TULPE ist ein Film für Menschen, kein Kinderfilm. Ein Film für kleine und große Menschen.

Vielleicht versteht man ihn mit 5, vielleicht mit 80 noch nicht...