Eine andere Liga

Kinostart: 26.01.06
2004
Filmplakat: Eine andere Liga

FBW-Pressetext

Ein "kleiner", aber aufrichtiger und engagierter Film, der ein noch immer tabusiertes Thema (Brustkrebs/Frauen) beherzt aufgreift und in einer mehrschichtigen Beziehungsgeschichte - nicht ohne Ecken und Kanten - vermittelt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Melodram
Regie:Buket Alakus
Darsteller:Karoline Herfurth; Ken Duken; Thierry von Werveke
Drehbuch:Buket Alakus; Jan Berger
Weblinks:;
Länge:103 Minuten
Kinostart:26.01.2006
Verleih:timebandits films
Produktion: Wüste Filmproduktion, ZDF; Arte;
FSK:0
Förderer:Nordmedia

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Um in eine andere Liga zu kommen, brauchten sowohl der Film als auch seine Protagonistin einen gewissen Anlauf. Beide können dann aber nicht nur den Abstieg vermeiden, sondern sind am Ende heiße Anwärter auf den Meistertitel. Hayat, eine etwa zwanzigjährige Deutschtürkin, hat einige Schläge des Schicksals wegzustecken, bevor sie zu ihrer Form, sprich: zu einem inneren Gleichgewicht zurückfindet. Andererseits erhält sie dabei beste Unterstützung: von ihrem Vater, der fast zu besorgt um seine Tochter ist, von einer guten „besten Freundin“, nach vielen Wirren dann auch von dem jungen, scheinbar wilden Mann, der sich anrührend um Hayat bemüht und sie am Ende zu Recht erobert.

Was wie eine Coming-of-Age-Routine im Frauenfußball-Milieu klingt, hat einen denkbar ernsthaften Haken, den Krebs, der nicht nur die einstige Kleinfamilie gesprengt hat - Hayats Mutter ist daran gestorben -, sondern nun auch die junge Frau bedroht. Viele Brechungen, kleine, zärtliche, aber fast immer unsentimentale Gesten helfen dieser Entwicklung über alle Klippen hinweg. Das Klischee unserer ach so multi-kulti-offenen Gesellschaft wird sorgsam umschifft, Situationskomik vermieden, stattdessen glänzt der Film mit manchem Detail, das die sich anbahnende Liebesgeschichte ausschmückt. Am Ende steht ein kleiner, jedoch durchaus origineller und stellenweise berührender Film mit allerlei Ebenen.