Die Weihnachtsgeschichte

Kinostart: 27.11.16
2016
Filmplakat: Die Weihnachtsgeschichte

FBW-Pressetext

Wenn Weihnachten vor der Tür steht und die Menschen sich in der Kirche versammeln, ist es Zeit für die Weihnachtsgeschichte. Maria und Josef und ihr langer Weg nach Bethlehem, die drei Heiligen aus dem Morgenland und der Stern, dem sie folgten, der Engel Gabriel, der die Menschen zu einer Krippe führt. Und das Jesuskind, das dort liegt, als unschuldiger Mensch und von Gott bestimmter Erlöser der Menschheit zugleich. Die Augsburger Puppenkiste, selbst eine Institution für Kinder vieler Generationen, hat nun diese Weihnachtsgeschichte – nach Motiven von Lukas und Matthäus – auf die Bühne gebracht. Herausgekommen ist eine wunderbare Mischung aus nostalgischen Motiven und vielen modernen Elementen, die die Geschichte für Kinder auflockern und interessant machen. So leitet ein kleiner frecher und lieber Esel die kleinen Zuschauer im Publikum durch die Erzählung, dabei ist er irgendwie auch der heimliche Held, der „seine“ Menschen auf der langen Reise beschützt, ihnen zu einer Unterkunft verhilft und vom etwas schusseligen Erzengel Gabriel Auftrag und Segen erhält. Wie man es von der Augsburger Puppenkiste kennt, ist das Spiel der Figuren exzellent, auch die ausgewählten Sprecher lösen ihre Aufgabe hervorragend und verleihen jeder Marionette ihren ganz eigenen Charakter. Die einzelnen Abschnitte und Szenen sind jeweils 10 bis 15 Minuten lang. So können auch ganz kleine Zuschauer der Geschichte folgen und das Gesehene verarbeiten. DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE der Augsburger Puppenkiste unter der Regie von Klaus Marschall und Fred Steinbach ist eine herrlich klassische und gleichzeitig perfekt modernisierte Variante des traditionellen Krippenspiels. Bezauberndes Puppentheater mit großem Potenzial zum Kinderkino-Weihnachtsklassiker.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Kinderfilm
Regie:Klaus Marschall; Fred Steinbach
Drehbuch:Judith Gardner
Kamera:Lukas Steinbach
Schnitt:Sarah Birnbaum
Musik:Susanne Ortner
Webseite:kiko-productions.de;
Länge:57 Minuten
Kinostart:27.11.2016
Verleih:Kiko Productions
Produktion: KIKO Theater-, Film- und Fernsehproduktions GmbH
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wenn sich die Augsburger Puppenkiste öffnet, die Bühne mit ihrem prägnanten Bühnenbild im Scheinwerferlicht auf der Leinwand erscheint und der Kaspar seinen großen Auftritt hat, werden bei den Erwachsenen Erinnerungen an „Urmel“ aus dem Eis“, „Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer“ oder „Don Blech und den Goldenen Juncker“ wach, die aus dem Fernsehprogramm der ARD nicht wegzudenken waren. Die Puppenkiste hat die uralte Kunst des Puppenspiels bewahrt. Sie hat auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Faszination für die ganze Familie, aber insbesondere für die Jüngsten eingebüßt. Die Vorstellungen des Theaters und seine Tourneen sind regelmäßig ausverkauft, ihre filmische Adaption der christlichen Weihnachtsgeschichte wurde nun auch zum Publikumsmagnet in den Kinos.
Der Film erzählt von Marias Empfängnis, des beschwerlichen Wegs nach Bethlehem, der Geburt Christi und der Ankunft der Heiligen drei Könige nach den Evangelien Lukas und Matthäus. Die klassische Geschichte wurde in Sprache und Handlung in eine für die jüngsten Zuschauer verständliche Sprache und Form gebracht. Der Fokus wurde intelligent modifiziert, damit wurden überraschende inhaltliche Akzente in dem „verstaubten Stoff“ gesetzt. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Schwangerschaft der unverheirateten Maria wird ebenso hinterfragt wie die Notwendigkeit der materiellen Gaben.
Der Film bettet Jesus` Schicksal kindgerecht in die Zeit der römischen Besatzung Galiläas ein und deutet die daraus erwachsenen Konflikte an. Andererseits setzt er unübersehbare Zeichen für die Versöhnung und die Gleichberechtigung der drei monotheistischen Religionen: Die drei heiligen Könige wirken wie Vertreter von Christentum, Judentum und Islam. Allah wird ebenso selbstverständlich angerufen wie der israelitische und christliche Gott.
Identifikationsfigur für die Kinder ist traditionsgemäß bei der Augsburger Puppenkiste ein Tier, die Geschichte wird aus der Sicht eines Esels erzählt. Für einen amüsanten Sidekick sorgt der Erzengel Gabriel, der Probleme bei der sachten Landung auf der Erde hat.
Das Erzähltempo ist der Auffassungsgabe von Kindern ab drei Jahren angepasst. Zeit zur Reflexion des Gesehenen lassen ihnen die Umbaupausen der Bühne, in denen die Kamera auf die Kinder im Theater schwenkt, die dem Geschehen gebannt und neugierig folgen.