Der kleine Eisbär

Kinostart: 04.10.01
2001
Filmplakat: Der kleine Eisbär

FBW-Pressetext

Nach den bekannten Bilderbüchern von de Beer gestaltete Abenteuer des kleinen Eisbären in einem bezaubernden Zeichentrickfilm - so leicht und beschwingt wie eine Schneeflocke.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm
Regie:Graf Thilo Rothkirch; Piet De Rycker
Darsteller:Mijail Verona; Maximilian Artajo; Jochen Busse
Drehbuch:Bert Schrickel; Thomas Wittenburg; Piet De Rycker (nach Hans de Beer)
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:78 Minuten
Kinostart:04.10.2001
Verleih:Warner
Produktion: Rothkirch Cartoon-Film Thilo Graf Rothkirch, Warner Bros. Filmproduktion;
FSK:0
Bildungseinsatz:kinderfilmwelt.de;

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die Bilderbücher von Hans de Beer über die Abenteuer des kleinen Eisbären Lars und seiner Freunde gehören zu den Klassikern. Was diese Bücher auszeichnet, nämlich die Sorgfalt und die Detailfreude in ihren Illustrationen, ist auch ein wesentliches Element der Verfilmung des Stoffes. Mit Humor und Liebe zu den Figuren, darunter neben dem bekannten Eisbären sein bester Freund die Robbe Robbie, vier depressive Lemminge, ein zwar sangesfreudiger, aber wenig sangeskundiger Pinguin und das Eisbärmädchen Greta, wird hier die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft – zwischen Eisbär und Robbe – inszeniert. Doch nicht nur die in den Augen der anderen Eisbären unmögliche Beziehung ist ein Thema, sondern die Abenteuer des kleinen Bären spiegeln einige kindgerecht aufbereitete Probleme des Heranwachsens wieder: Angst vor Verlust, Bedrohung, das Gefühl, nicht verstanden zu werden, Fern- und Heimweh. Eine Fülle von Themen also, die spielerisch und in vielen zauberhaften Variationen in beeindruckende, fast magische Bilder umgesetzt worden sind und neben der Komik – vor allem in den Szenen mit den unverbesserlichen Lemmingen – auch immer wieder für spannende Momente sorgen.

Daß hier aus Zeichentrickfilmklassikern wie dem „Dschungelbuch“ zitiert wird (die drei Geier bei Disney sind hier drei Möwen, Shir Khan findet sein Pendant im Eisbären Kalle, Nilpferd Hippo ist mit Balu, dem Bären, verwandt und das Eskimomädchen könnte eine Schwester jenes Mädchens sein, das Mowglie aus dem Urwald lockt), wirkt eher wie eine Verbeugung vor den Altmeistern dieses Genres als der Versuch einer Nachahmung. So ist insgesamt ein unterhaltsamer Kinderfilm entstanden, dessen Geschichte und Gestaltung überzeugen.