Der Herr der Ringe - Teil 1: Die Gefährten

Kinostart: 20.12.01
2001
Filmplakat: Der Herr der Ringe - Teil 1: Die Gefährten

FBW-Pressetext

Überwältigendes Abenteuer-, Fantasy- und Action-Spektakel, das neue Dimensionen des Sehens und Erlebens eröffnet.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Fantasy
Regie:Peter Jackson
Darsteller:Ian Holm; Elijah Wood; Ian McKellen
Drehbuch:Peter Jackson; Frances Walsh (Vorlage: J.R.R. Tolkien)
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:178 Minuten
Kinostart:20.12.2001
Verleih:Warner
Produktion: New Line Productions, Inc.
FSK:12
Bildungseinsatz:matthias-film.de;

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Eine lange und zum Teil kontroverse Diskussion schloß sich der Sichtung dieses gewaltigen Film-Epos an.

Man anerkannte zwar, daß trotz der auf drei Teile komprimierten Handlung, eine 1:1-Umsetzung des komplexen literarischen Werkes nicht möglich ist. Es wurde jedoch bedauert, daß weite Teile der philosophischen Grundlage des Werkes zugunsten äußerer und abenteuerlicher Schauwerte geopfert wurden. So zerfällt dieser erste Teil der Filmtrilogie deutlich in drei Kapitel, jedes mit einer eigenen Exposition und Dramaturgie, was so auch erforderlich war.

Der Film bietet nicht nur eine fast pausenlose Aneinanderreihung von spektakulären Abenteuer- und Kampfszenen, sondern auch mehrere dramaturgische Höhepunkte auf einem hohen emotionalen Level mit entsprechend mächtiger Musik untermalt, was die Aufnahmefähigkeit des Publikums stark strapazieren dürfte.

Der zeitlichen Begrenzung des Filmwerkes fiel auch eine genauere Charakterisierung der Protagonisten zum Opfer, und die Grundtendenz der Geschichte reduzierte sich auf den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, verbunden mit der Vorgabe von Werten wie: um das Böse zu bekämpfen, muß man zusammen bleiben und allen Verführungen trotzen.

Die Besetzung des Films kann man mit Fug und Recht als großartig bezeichnen. Das Spiel der Darsteller ist angemessen. Der Einsatz der zur Verfügung stehenden Produktionsmittel ist mehr als eindrucksvoll: Kamera, Licht- und Farbgestaltung, Montage, Tricktechnik, Produktionsdesign und eine Ausstattung, die nur allerhöchstes Lob verdient, sind besondere Qualitätspunkte. Leider ist auch hier die musikalische Begleitung zu überbordend und wegen der vielen dramatischen Höhepunkte des Films auf einem ständig hoch emotionalisierenden Niveau angesiedelt.