Der Fall Max Mustermann

Filmplakat: Der Fall Max Mustermann

Kurzbeschreibung

In einer nicht näher definiertenzeit ist die Individualität abgeschafft worde . Nicht nur im verhalten , sondern auch optisch entspricht jeder Mensch einer vorgeschriebenen Norm .
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Thriller; Kurzfilm
Regie:Achim Wendel
Darsteller:Ygal Gleim; Olaf Krätke; Frank Hilsamer; Klaus Bräuer
Drehbuch:Achim Wendel; Andre Köhl
Kamera:Marcus Stotz
Schnitt:Achim Wendel
Musik:Jan Gembotzki
Webseite:der-fall-max-mustermann.de;
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:9 Minuten
Kontakt:info@langmatt.de
Produktion: Langmatt Media Benjamin Huber
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

In die gespenstige und bedrohliche Atmosphäre einer hell erleuchteten riesigen Überwachungsanlage mit Wachtürmen und gleißendem Licht fährt ein Wagen auf den Kontrollposten vor. Ausweis zur Identitätskontrolle. Aussteigen und Überprüfung. Ist der Mann auf dem Bild auch wirklich der, den das Bild zeigt oder ein anderer? Verhöre. Wie ist zu beweisen, dass Max Mustermann auch Max Mustermann ist in einer absurden Welt? Das Gegenüber sieht ihm ähnlich, die anderen Wächter aber auch. In der Aktentasche sind nur leere Kopien. Der Kopf von Max Mustermann sollte auch leer sein, aber er hat Gedanken. Das kostet seinen Kopf.

In der Normgesellschaft ist die Individualität eine gefährliche zu vernichtende Waffe gegen das System, lautet die Botschaft. Mit der kleinsten Abweichung gehört man zum Müllhaufen der Geschichte.

Die experimentell angelegte Fiktion, gedreht in dem ehemaligen Grenzübergang Marienborn, erzeugt ihre Spannung durch eine konsequente stilistische Einheit von außen und innen durch Kamera und Lichtführung, in der die bedrohliche Situation noch durch die sterile Ausstattungsatmosphäre verstärkt wird. So entsteht ein dicht erzählter Kurzfilm mit rhythmisch montierten Einstellungen, der im Kopf weitergeht, nachdem der Film bereits beendet ist.