Das Urteil - Jeder ist käuflich

Kinostart: 25.03.04
2003
Filmplakat: Das Urteil - Jeder ist käuflich

FBW-Pressetext

Nach der Romanvorlage von John Grishan entstand ein packender Gerichtsthriller, dessen ungeschminkt vermittelte, dramatisch verdichtete Story dank der bravourös aufspielenden Darsteller echt unter die Haut geht.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Thriller
Regie:Gary Fleder
Darsteller:John Cusack
Drehbuch:Brian Koppelman; David Levien; Rick Cleveland; Matthew Chapman (n.d.Roman v. John Grishan)
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:128 Minuten
Kinostart:25.03.2004
Verleih:Fox
Produktion: Regency Enterprises, Epsilon Motion Pictures; New Regency Pictures;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Ein glänzender Gerichtsthriller, der den Zuschauer von der ersten bis (fast) zur letzten Minute in Atem hält. Die Exposition zeigt den Anlaß, einen Amoklauf in einem Bürogebäude von New Orleans, der dann zwei Stunden lang vor Gericht verhandelt wird. Es geht nicht um den Täter, der sich noch am Tatort erschoß, sondern um die Machenschaften der Waffenindustrie. Sie soll zu Schadensersatz gezwungen werden. Ein Kartell reicher Industrieller versucht daher, die Jury „zu kaufen“. Ausgeführt wird diese Aktion von einem lange Zeit beängstigend perfekten Gene Hackman in der Rolle eines kriminellen "Jury-Konsultanten", der mit Geld der Waffenlobby Macht ausübt und Meinungen zu kaufen versucht. Dessen Gegenspieler ist ein Anwalt mit intakter Moral – Dustin Hofman in vertrauter Brillanz.

Lohnte sich der Kinobesuch allein schon wegen dieser beiden Altstars, die zur Hochform auflaufen, werden die Fäden in Wahrheit von zwei jungen Leuten in der Hand gehalten. Die eigentlich Stärke des Films liegt darin, dem Zuschauer immer wieder genau portionierte Informationshäppchen zu reichen. Die Spannung bleibt damit stets auf der Höhe, ohne daß sich der Bauplan der Erzählung (nach dem Roman von John Grisham) eröffnet.
Die Inszenierung der Geschichte hält mit dieser außergewöhnlichen Qualität mit. Kameraführung und Montage verdienen besondere Erwähnung. Ein amerikanisches Thema, das nicht nur Michael Moore beschäftigt, wird hier zu einem Thriller der Extraklasse.