Das Mädchen aus dem Wasser

Kinostart: 31.08.06
2006
Filmplakat: Das Mädchen aus dem Wasser

FBW-Pressetext

Kino voller Magie und Zauber, aus einem völlig alltäglichen Umfeld zum Funkeln gebracht. Der Swimmingpool eines Wohnblocks ist Dreh- und Angelpunkt dieses intelligenten, witzigen Filmmärchens, das mehr und mehr in den Bann zieht und eine ernste und gleichzeitig leichte Geschichte erzählt. Ein unterhaltsamer Film für ein breites Publikum und ebenso einer für all diejenigen, denen der „Subtext“ großes Vergnügen macht. Dafür gibt es hier reichlich „Stoff“.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Arthouse
Gattung:Thriller; Mystery
Regie:M. Night Shyamalan
Darsteller:Bob Balaban; Jeffrey Wright; Sarita Choudhury; Freddy Rodriguez
Drehbuch:M. Night Shyamalan
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:109 Minuten
Kinostart:31.08.2006
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. Entertainment GmbH, Warner Bros. Pictures
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

"Die Menschen haben verlernt zuzuhören." Mit dieser Botschaft beginnt der Film, der eine uralte asiatische Sage von der Beziehung zwischen dem Volk der Meerbewohner und den Menschen erzählt. M. Night Shyamalan inszeniert den mythischen Stoff in der Ist-Zeit: Der Hausmeister eines multikulturellen US-amerikanischen Wohnblocks wird eines Abend mit einer Meerjungfrau konfrontiert, deren Leben von dunklen Mächten bedroht ist. Er will sie retten, und sie schenkt ihm dafür das Leben.

Doch "Das Mädchen aus dem Wasser" bietet weit mehr als Fantasy und Horror. Shyamalan spielt in exzellenter Weise mit den bekannten Elementen der beiden Genres und bricht sie ironisch. Einerseits zeigt sein Werk die romantische Geschichte eines verzweifelten Menschen, der durch die Kraft anderer und die Kunst des Zuhörens gerettet wird.

Auf der anderen Seite liefert Shyamalan Reflexionen über die Techniken des filmischen Erzählens, die auf sehr witzige Weise eine "Brecht'sche Distanz" zwischen Zuschauer und Figuren hervorruft. Er setzt Narration und Semiotik als tragende Erzählmomente ein, welche die Handlung weiter treiben. Inszenierung, Kameraarbeit, Schnitt, vor allem aber das Spiel der exzellenten Darsteller unterstützen diese Strategie: Der Film läßt jeder Nebenrolle Raum, sich zu entwickeln; ihre liebevoll ausgemalten Ticks sind ein weiterer Grund, sich den sehr intelligenten Film anzusehen.