Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt

Kinostart: 25.05.06
2005
Filmplakat: Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt

FBW-Pressetext

Es gibt Szenen in diesem Film, die den Zuschauer wie bei einem Tango herumwirbeln und in immer neue Richtungen führen. Antonio Banderas glänzt als Tanzlehrer, der eine Gruppe hoffnungsloser Schüler auf neue Wege bringt. Inspirierend.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Liz Friedlander
Darsteller:Antonio Banderas; Rob Brown; Yaya DaCosta
Drehbuch:Dianne Houston
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:117 Minuten
Kinostart:25.05.2006
Verleih:Warner
Produktion: New Line Cinema, Temple Hill Production, New Line Cinema
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Wie Musik und Tanz als heilende Kraft bei Krankheit oder sozialem Elend eingesetzt werden kann, ist seit einiger Zeit ein beliebtes Thema im Kino. Die Handlung von „Dance!“ basiert auf einer wahren Geschichte, nämlich auf der des Tanzlehrers Pierre Dulaine, dem Begründer des inzwischen legendären „HipHop-Ballroom“. Hier werden klassische Standardtänze mit den modernen Disco-Tänzen kombiniert und an Schulen mit sozial problematischen und vor allem gewaltbereiten Schülern in den USA gelehrt.
Antonio Banderas in der Rolle des engagierten, mutigen Tanzlehrers, der einigen besonders schwierigen Schülern in einem New Yorker Ghetto durch den klassischen Tanz neue Lebensperspektiven und mehr Selbstvertrauen beibringen möchte, spielt überzeugend den Mann, der von einem pädagogischen Impetus motiviert, auch die größten Kritiker und Zweifler an seinem Projekt letztlich begeistern kann.
Das ist handwerklich einwandfrei und mit sehr schönen Kameraeinstellungen inszeniert, vor allem die Tanzszenen, die in der Schluss-Sequenz perfekt choreographiert sind. Gut gelungen sind auch einige Charaktere wie zum Beispiel das „hässliche Entlein“ aus gutem Haus, das bei den „Ausgestoßenen“ Freunde findet und dennoch auch durch den Tanz nicht zum strahlenden Schwan wird, aber trotzdem liebenswert ist und liebenswert bleibt. Interessant ist auch die Diskussion, ob man an Schulen statt der üblichen Fächer nicht vielmehr auch Dinge lehren sollte, die zwar keinen praktischen Nutzen haben, jedoch das Gefühl und die Seele trainieren.
Die Handlung selbst aber weist einige Längen auf und auch manche Klischees über „böse“ Kinder, die eigentlich im Grunde ihres Herzens doch lieb sind und nur auf den magischen Moment warten – egal, ob auf den Tanz, die Liebe oder Freundschaft. Auch die Dramaturgie wirkt leider etwas konservativ und konventionell.