Comeback

Kinostart: 20.11.08
VÖ-Datum: 11.09.09
2007
Filmplakat: Comeback

FBW-Pressetext

Jürgen „The Rock“ Hartenstein, der ehemalige deutsche Box-Champion, arbeitet an seinem Comeback. Das Rampenlicht vergangener Tage ist erloschen. Nach drei Jahren ohne Kampf muss er auf dem Dachboden seiner Wohnung sein Training wieder aufnehmen. Keine Spur von Glanz und Gloria à la Rocky, nur harte Arbeit kann ihn seinem Ziel wieder näher bringen. Dieser eindrucksvolle Film ist nicht nur eine Dokumentation - er ist der Lebensabschnitt eines Mannes voller Ehrgeiz und Willen. Ohne Kommentar überlässt er alleine dem Zuschauer das Einfühlen in die Situation. Klug montiert und mit phantastischer Kameraarbeit beweist Maximilian Plettau einen starken Sinn für Bildkomposition. Eine fesselnde Erzählung nicht nur für Boxfans.
Prädikat besonders wertvoll

Film-PDF Download

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Maximilian Plettau
Darsteller:Jürgen Hartenstein; Markus Kone
Drehbuch:Maximilian Plettau
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:79 Minuten
Kinostart:20.11.2008
VÖ-Datum:11.09.2009
Produktion: Bayerischer Rundfunk, Loopfilm, BR
FSK:12
Förderer:FFF Bayern

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

„They never come back“, galt als eines der Naturgesetze des Boxsports, doch wie so vieles hat Muhammad Ali auch dieses grundlegend geändert. Und so konnte sich auch Jürgen „The Rock“ Hartenstein etliche Jahre nach seinem letzten Kampf Hoffnungen auf ein Comeback machen. Er begann wieder ernsthaft zu trainieren, und er nervte Boxpromoter so penetrant mit seinen Anrufen, dass er schließlich die Chance für einen professionellen Kampf in den USA bekam.

Maximilian Plettau begleitete ihn mit der Kamera bei diesem Prozess und hat als wahrer Autorenfilmer bis auf Musik, Schnitt und Ton den Film weitestgehend alleine gemacht. Als ein großes Talent entpuppt er sich dabei auf jeden Fall bei der Kameraarbeit, denn so brillant fotografierte Stimmungsbilder und solch ein gutes Auge für jene Details, die mehr erzählen können als viele Worte, findet man bei deutschen Dokumentarfilmern selten.

Deshalb kann Plettau es sich auch leisten, auf einen Kommentar im Off oder erklärende Schriftzüge zu verzichten. Die Bilder sprechen bei diesem Film wirklich für sich - seien es nun Aufnahmen von Hartensteins Training, Küchenszenen daheim bei seiner Großmutter oder schließlich die Szenen vom Kampf, die noch am ehesten den Konventionen einer Sportdokumentation folgen.

Dabei leistet der Film viel mehr, denn er fängt einen Lebensabschnitt in seiner ganzen Vielschichtigkeit und Schönheit ein. Gerade in der anscheinenden Beliebigkeit der Einblicke ist der Film dramaturgisch geschickt montiert, und Plettau erzählt so souverän, dass er sich auch scheinbar willkürliche Abschweifungen wie jene Sequenz mit der trinkenden Asiatin in Philadelphia leisten kann, die dem Film seinen atmosphärischen Reichtum geben. Durch den Film ist das Comeback letztlich doch gelungen.