Best Exotic Marigold Hotel

Kinostart: 15.03.12
2011
Filmplakat: Best Exotic Marigold Hotel

FBW-Pressetext

Wenn man alt ist, fühlt man sich von der Gesellschaft oft „ausrangiert“. Nicht mit uns, denkt sich eine Gruppe rüstiger Engländer im höheren Alter, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in das „Best Exotic Marigold Hotel“ nach Indien reisen. Doch kaum dort angekommen, entpuppt sich das Hotel als Ruine, der Manager als Traumtänzer und so manch einer bringt sein ganz persönliches Sorgenpaket mit in die fremde Welt, die zur neuen Heimat werden soll. Regisseur John Madden gelingt ein sehr amüsantes Treffen der Kulturen, angefüllt mit vielen heiteren, aber auch einigen bittersüß melancholischen und tragischen Momenten. Als Vorlage des Films diente der Roman von Deborah Moggach. Die Besetzung klingt wie ein Best of der britischen Darstellerriege, allen voran Maggie Smith, Judi Dench, Bill Nighy und Tom Wilkinson, die in der exotischen Atmosphäre Indiens ihr ganzes Können entfalten. Die Dialoge sind liebevoll lakonisch, immer gewürzt mit einer Prise britischem Humor. Die Figuren wachsen schnell ans Herz und so dient diese charmante „Reise nach Indien“ als Paradebeispiel für den Mut zu einem Neuanfang und niemals endender Lebenslust – egal in welchem Alter.

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm; Literaturverfilmung
Regie:John Madden
Darsteller:Bill Nighy; Maggie Smith; Tom Wilkinson; Judi Dench; Dev Patel
Drehbuch:Ol Parker
Buchvorlage:Deborah Moggach
Kamera:Ben Davis
Schnitt:Chris Gill
Musik:Thomas Newman
Weblinks:;
Länge:124 Minuten
Kinostart:15.03.2012
Verleih:Fox
Produktion: Fox Searchlight Pictures, Participant Media; Imagenation Abu Dhabi FZ; Blueprint Pictures;
FSK:0

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wer es bedauerlich findet, dass großartige Schauspieler ab einem bestimmten Alter nur noch selten auf der großen Kinoleinwand erscheinen, kann diesem Film mit Vorfreude entgegensehen. Die beeindruckenden darstellerischen Leistungen von Maggie Smith, Bill Nighy, Tom Wilkinson, Judi Dench, Celia Imrie, Penelope Wilton und Ronald Pickup sind nämlich das größte Kapital in dem heiterem Drama von John Madden – und auch den jungen Darsteller Dev Patel, der in der Rolle des Hotel-Managers Sonny an seinen Erfolg aus SLUMDOG MILLIONAIRE anknüpft, sollte man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Dieser Film führt eine Gruppe von so genannten „Best-Agern“ (- oder sagen wir doch lieber altmodisch: von Seniorinnen und Senioren) nach Indien. Hier ist es für sie zunächst unangenehm, sie fühlen sich fremd und eigentlich ist alles ziemlich unzumutbar. Aber es gibt nicht nur böse Überraschungen. Nach und nach gehen dann einige Wünsche oder Träume (meist in origineller Weise) in Erfüllung. Amouröse Geschichten nehmen ihren (vorhersehbaren) Lauf; ein junges Paar findet zueinander. Und doch sind es meist die „Alten“, deren Liebesleben noch einmal aufblüht. Gute Unterhaltung wird geboten, der feine britische Humor kommt zur Geltung, manche fernöstliche Lebensweisheit wird zum besten gegeben. Man kann nur hoffen, dass der Film mit einer kongenialen Übersetzung bzw. in einer gelungenen Synchronfassung in die Kinos kommt, denn es wäre schade, wenn der Wortwitz verloren ginge. Zusätzlich gelingt es dem Regisseur John Madden, eine Filmästhetik zu kreieren, die neben Bollywood durchaus bestehen kann und trotzdem (west-)europäische Bedürfnisse bedient. Optisch bietet der Film eine Varianz der Motive und eine Opulenz, die zu Indien gut passen. Musikalisch werden die emotionalen Fieberkurven zusätzlich unterstützt. Die stellenweise starke Sentimentalität steht im harten Gegensatz zu der bitteren Realität Indiens. Wirklich krasse, bittere, schmerzhafte Momente bleiben dem Zuschauer erspart.