Before Sunset

Kinostart: 17.06.04
2003
Filmplakat: Before Sunset

FBW-Pressetext

Sensibel inszeniertes, fast dokumentarisch anmutendes Dialogstück - die Wiederbelebung einer alten Liebe in Paris -, getragen von zwei souverän agierenden Darstellern, die eigenes Fühlen und Denken verarbeiten.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Romanze
Regie:Richard Linklater
Darsteller:Julie Delpy; Ethan Hawke; Vernon Dobtcheff; Rodolphe Pauly; Louise Lemoine Torres
Drehbuch:Richard Linklater; Julie Delpy; Ethan Hawke
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:80 Minuten
Kinostart:17.06.2004
Verleih:Warner
Produktion: Warner Independent Pictures, Castle Rock Entainment; Detour Film Production
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Ein Paar trifft sich neun Jahre nach einer einzigen gemeinsam verbrachten Nacht wieder. Als Jugendliche hatten sie gemeinsam das nächtliche Wien erobert, jetzt ist Paris im hellem Licht eines spätsommerlichen Nachmittags der Schauplatz dieses Wiedersehens. Zeit und Raum erscheinen angesichts des Sturms der Erinnerungen an jenes erste Treffen neun Jahre zuvor zu schwinden, die Erfahrungen, die beide in den Jahren seit jenem ersten Mal unabhängig voneinander gemacht haben, werden auf einmal als Folge dieser kurzen, aber schicksalsschweren Begegnung empfunden. Nichts war mehr danach wie davor, und beiden wird dies jäh bewußt, als sie zum zweiten Mal in ihrem Leben gemeinsam durch eine Stadt gehen, die zum Schauplatz der Rückbesinnung und eines Neubeginns wird.

An „Before Sunset“, der Fortsetzung von „Before Sunrise“ (1994), stimmt alles – die Dialoge ebenso wie die Stimmung des allmählich schwindenden Tageslichts, die Atmosphäre von Melancholie und erinnertem Glück wie die Gefühle des vom Leben inzwischen reichlich gebeutelten Paares, das Spiel der beiden Hauptdarsteller Ethan Hawke und Julie Delpy wie die Kulisse von Paris als eine Mischung aus romantischer Touristenmetropole und als ein Ort, indem Menschen leben, arbeiten, ihren Alltag und ihre Sorgen bewältigen müssen. Vor allem aber stimmt die auf den Punkt hin ausgefeilte Dramaturgie (Einheit von Zeit und Raum). Man wird auf eine Zeitreise mitgenommen und auf eine Seelenreise, einbezogen in die Geschichte einer Liebe und unerfüllter Träume, die im Zuschauer eigene Assoziationen hervorrufen, und am Ende wird man belohnt mit dem Gefühl, daß es auch im wahren Leben noch so etwas wie ein Happy-End geben kann und darf, obwohl der Film dies offen läßt.