Anne liebt Philipp

Kinostart: 12.01.12
VÖ-Datum: 09.08.12
2011
Filmplakat: Anne liebt Philipp

FBW-Pressetext

Anne findet, Liebe sei etwas für Erwachsene. Anne ist ja auch erst 10 Jahre alt. Doch eines Tages begegnet ihr Philipp. Und Anne wird von einem auf den anderen Tag klar: Verlieben kann man sich in jedem Alter. Und außerdem kann Liebe ganz schön wehtun. Die Verfilmung des gleichnamigen norwegischen Erfolgs-Jugendbuchs zeigt das Verliebtsein aus der ungewöhnlichen Perspektive eines 10jährigen Mädchens. Dabei nimmt der Film von Anne Sewitzky die Figuren immer ernst und zeigt die Probleme auf, die ein junger Mensch auf dem Weg in die Pubertät nun einmal hat. Gerade die Darstellerin der pfiffigen und selbstbewussten Anne überzeugt durch ihr natürliches Spiel, doch auch die anderen Kinder sind sehr gut besetzt. Man leidet mit ihnen, kann ihre Probleme verstehen und sich für ihre Gefühle freuen. Und die Parallele zur Welt der Erwachsenen ist gar nicht weit entfernt. Schöne Bilder und eine fantasievolle Geschichte schaffen eine kindgerechte Romanze und beste Unterhaltung für Kinder und Jugendliche im Schulalter.

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Anne Sewitsky
Darsteller:Maria Annette Tanderød Berglyd; Otto Garli; Aurora Bach Rodal; Vilde Fredriksen Verlo; Kristin Langsrud; Peter Holene; Sigurd Saethereng; Torkil Hoeg; Adrian Holte Kristiansen; Anna Jahr Svalheim; Emir Mulasmanovic
Drehbuch:Kamilla Krogsveen
Buchvorlage:Vigdis Hjorth
Kamera:Anna Myking
Schnitt:Christoffer Heie
Musik:Marcel Noll
Webseite:anne-liebt-philipp.de;
Weblinks:zelluloid.de; kinderfilmwelt.de;
Länge:83 Minuten
Kinostart:12.01.2012
VÖ-Datum:09.08.2012
Verleih:Farbfilm Verleih
Produktion: Cinenord, Ulysses Filmproduktion; Filmfond FUZZ;
FSK:6
Förderer:Nordmedia
DVD EAN-Nummer:4009750205358
Anbieter-Link:eurovideo.de

Trailer_starten

Trailer wird nach Kilck nicht abgespielt?
Hier geht es zum Download des aktuellen Quicktime-Players.

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

In der großen nordischen Tradition von Erzählungen für Kinder und daraus entstandenen Kinderfilmen basiert auch dieser Film auf einem äußerst populären Buch der norwegischen Autorin Vigdis Hjorth.
Die zehn Jahre alte Anne ist, ähnlich wie die berühmte Pippi Langstrumpf, ein Mädchen, das „aus dem Rahmen fällt“: Ein Energiebündel mit eigenem Kopf, fröhlich und frech, immer zu Streichen aufgelegt, in der Schule nicht zu den besten Schülerinnen zählend, aber unglaublich sympathisch. Im Gegensatz zu den anderen Mädchen sind Jungs noch kein Thema für sie – bis Philipp in ihre Klasse kommt. Jetzt glaubt sie zu wissen, was Liebe ist – wie bei den Erwachsenen, denn Mama und Papa haben es ihr ja schon gezeigt....
Aus der Perspektive Annes wird die Geschichte um das erste Liebesleid, Streit, Gruppenzwang, Liebesbriefe, Lügen und Versöhnung im Kreis der gleichaltrigen und so verschiedenen jungen Charaktere erzählt. Dass Anne sich dabei immer wieder in eine Fantasiewelt um Mythen und eigene Träume begibt, wird durch eine weitere gelungene Erzählebene eingefügt und gehört zu diesem jungen Mädchenleben wie auch die „allerbeste Freundin“ als Komplizin oder Trösterin in der Not.
Ein Kompliment verdient die ausgezeichnete Auswahl der Kinder und ihr Spiel unter sicherer Führung. Es sind glaubhafte Kinder – lebendig, verletzlich, kurz lebensgemäß und dabei doch sehr verschieden und sie können so für eine gleichaltrige Besuchergruppe im Kino zu echten Identifikationsfiguren werden. Realistisch auch die Sprache der Jugendlichen untereinander und ihre Sicht auf die Erwachsenenwelt. Dies trifft auch auf die Besetzung der Eltern und Großeltern zu, ihr gutes Spiel und der strenge wie auch gleichzeitig verständnisvolle Umgang mit den Kindern. Eine wichtige Figur dabei spielt die Großmutter von Annes Freundin Beate, welche nicht nur zur Auflösung einer Kinderfantasie beiträgt, sondern auch der Heldin der Erzählung, Anne, den schönsten Rat für ihr Leben gibt: „Die Menschen neigen dazu, Dich nicht zu akzeptieren, wie Du bist und wollen Dich verändern. Lasse Dich nicht verbiegen, bleibe Dir treu, bleibe wie Du bist.“ Alles Qualitäten, die dem hervorragenden Drehbuch und einer perfekten filmischen Umsetzung durch die Regie entsprechen. Ein besonderes Lob verdient die sensible Kamera, welche sich sehr schön auf die Sehperspektive der Kinder einstellt.