Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika

Kinostart: 24.12.09
2009
Filmplakat: Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika

FBW-Pressetext

Es ist das Jahr 1949. Der beliebte und angesehene Theologe, Organist, Philosoph und Arzt Albert Schweitzer vertritt seine Lehre der „Ehrfurcht vor dem Leben“ durch die Arbeit in seinem selbständig gegründeten Krankenhaus in Afrika. Trotz seines internationalen Renommees gerät er jedoch ins Feuer der Kritik und so wird der Weg bis zum Friedensnobelpreis (1952) nicht nur politisch durch Anfeindungen wegen Schweitzers Kontakten zu angeblichen Kommunisten erschwert. Auch der Zusammenhalt der Familie, sowie seiner Freunde und Kollegen wird durch seine selbstauferlegte Mission auf die Probe gestellt. Dieser biografische Film zeigt den charismatischen Humanisten in all seinen, manchmal auch zwiespältigen, Facetten. Eine gelungene Annäherung an einen großen Menschen dieses Jahrhunderts.

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:Gavin Millar
Darsteller:Jeroen Krabbé; Judith Godrèche; Barbara Hershey; Samuel West
Drehbuch:Gavin Millar; David Howard
Buchvorlage:James Brabazon
Kamera:Cinders Forshaw
Schnitt:Oli Weiss
Webseite:schweitzer-derfilm.de;
Weblinks:nfp.de;
Länge:114 Minuten
Kinostart:24.12.2009
Verleih:NFP
Produktion: Degeto-Film, Salinas Filmgesellschaft; Two Oceans Productions; ARD; arte;
FSK:0
Förderer:FFA; MBB; Filmstiftung NRW; DFFF

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

„Ehrfurcht vor dem Leben“ war die Philosophie Albert Schweitzers, einem der großen Humanisten des 20. Jahrhunderts. Als Theologe und Philosoph, als Autor und gefeierter Bach–Interpret an der Orgel wurde Schweitzer bekannt. Berühmt wurde er aber durch seinen jahrzehntelangen Einsatz als Arzt für das Urwaldkrankenhaus Lambaréné im afrikanischen Gabun.

Nach der vielfach ausgezeichneten Schweitzer–Biografie von James Brabazon entstand ein authentisches Porträt des großen Menschenfreundes. So präsentiert sich facettenreich und sehr vielschichtig der Mensch Schweitzer. Eine Persönlichkeit, die sich nach seinem Lebensmotto für alle Menschen dieser Erde einsetzte, aber auch durchaus patriarchalische Züge zeigte. So mussten seine Ehefrau Helene wie auch die Tochter Rhena an privaten Bedürfnissen zurückstecken und auch seine Kollegen im Krankenhaus von Lambaréné hatten den einen oder anderen Konflikt mit ihm auszufechten. Sein weltweiter Kampf zur finanziellen Unterstützung Lambarénés brachte ihm große Hilfe und Anerkennung. Sein Engagement, auf die Bedrohung der Welt durch Atom- und Wasserstoffbomben hinzuweisen – hierin unterstützte er seine Freunde Albert Einstein und Oppenheimer - brachten ihm auch Feinde ein, aber letztlich doch auch den Friedensnobelpreis.

Jeroen Krabbé spielt Albert Schweitzer als mutigen Kämpfer, gebrochenen Helden, aber auch selbstgefälligen Menschen sehr routiniert. Noch viel überzeugender in ihren aufopfernden Rollen an seiner Seite sind aber Barbara Hershey als seine Frau Helene und Jeanette Hain als Tochter Rhena.

Der Film ist gut fotografiert mit vielen malerischen Totalen von Fluss- und Dschungellandschaften. Insgesamt ein sehr ehrenwertes, nicht überfrachtetes, konventionell inszeniertes Epos um eine der großen Persönlichkeiten der Weltgeschichte.