Wie ein einziger Tag

Kinostart: 02.09.04
2004
Filmplakat: Wie ein einziger Tag

FBW-Pressetext

Ergreifende, Jahrzehnte umfassende Liebesgeschichte mit fast tragischen Momenten, gefühlvoll und stilsicher erzählt und von großartigen Darstellern interpretiert.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Romanze
Regie:Nick Cassavetes
Drehbuch:Jeremy Leven
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:124 Minuten
Kinostart:02.09.2004
Verleih:Warner
Produktion: New Line Cinema, Avery Pix; Gran Via Production;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

In den 40er Jahren verlieben sich Allie und Noah, zwei Jugendliche in einer Küstenstadt an der Südküste Amerikas. Scheinbar verhindern verpaßte Chancen oder äußere Umstände ein Happy-End. Jahre später liest ein alter Mann der Mitbewohnerin im Heim diese Geschichte aus einem Tagebuch vor.

„Notebook“ ist großes Gefühlskino, das den Betrachter schnell in seinen Bann zieht, ohne dabei in übliches Hollywood-Kino von der Stange zu kippen. Dabei werden nahezu alle Register des Genres genutzt und stimmungsvoll in Szene gesetzt. So findet die Kamera der jeweiligen Situation entsprechende, nachhaltig bleibende Bilder. Auch der Musikeinsatz unterstützt die Handlung, ohne diese zu übertünchen. Aus den beeindruckenden darstellerischen Leistungen ragen besonders Ryan Gosling als Noah und Rachel McAdams als Allie Hamilton sowie James Garner als alter Mann und Gena Rowlands als debile Mitbewohnerin heraus.
Der Film wirkt trotz seiner Länge nicht ermüdend, obwohl er gerade in den Szenen im Heim Themen anspricht, die sonst kaum zur Sprache kommen. Besonders beeindruckend sind der Umgang mit dem Altwerden, mit der Altersdemenz und mit der Fürsorgepflicht (des Ehemannes, des Heimpersonals). So versucht der alte Mann, durch wiederholtes Vorlesen des Tagebuches, der Frau die Erinnerung zurückzubringen. Dies gelingt allerdings selten und dann nur für Minuten.
Die Geschichte der beiden Jugendlichen fesselt mit ihren unerwarteten dramatischen Wendungen. Als Allie sich schließlich zwischen zwei Männern, die sie beide liebten, entscheiden muß, erscheint eine Lösung unmöglich.
Die Dramaturgie hält geschickt den Spannungsbogen bis zum Schluß. Erst dann wird klar, für wen Allie sich entschieden hat, wer der alte Mann ist und was ihn an die Mitbewohnerin so stark bindet.