Wenn Träume fliegen lernen

Kinostart: 10.02.05
2004
Filmplakat: Wenn Träume fliegen lernen

FBW-Pressetext

Fantasie zu entfalten und seine Träume zu leben, war das Credo des 1904 in London uraufgeführten, verzaubernden Theaterstücks ("Peter Pan"), aus dessen Entstehungsgeschichte dieser melancholische Film großes, nacherlebbares Hollywood-Gefühlkino macht.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Marc Forster
Darsteller:Kate Winslet; Johnny Depp; Julie Christie
Drehbuch:David Magee
Buchvorlage:J.M. Barrie
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:101 Minuten
Kinostart:10.02.2005
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Miramax Films Corporation, Film Colony Production;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Film erzählt die fiktive Geschichte der Entstehung des Theaterstücks „Peter Pan“ und seines, bis dahin eher wenig erfolgreichen Autors J. M. Barry im stimmigen Ambiente. Einen großen Raum nehmen die scheiternde Beziehung des Autors zu seiner Ehefrau und der enge Kontakt zur Llweelyn-Davis-Familie ein. Dieser hat ihn wohl auch tatsächlich zum Theaterstück inspiriert. Dabei wurde einiges aus seinem wahren Leben und in Bezug auf die Llweelyn-Davis-Familie ausgeklammert. Da der Film keinen ausdrücklichen Anspruch auf Authenzität erhebt, ist dies legitim.

Ein interessanter Stoff wird mit fantastischen Bildern vermittelt (Spiele, Theaterwelt). Aufwendig ist die Ausstattung, die das Viktorianische Zeitalter detailgenau wiedererstehen läßt.
Der Film entwickelt seine Struktur - neben den biografischen Bezügen - auf mehreren anderen Ebenen mit recht verschiedenen Grundthemen. So werden Möglichkeiten verdeutlicht, die eigene Fantasie zu entwickeln bzw. diese wieder aufzubauen. Hier liegen auch die Stärken des Films. Johnny Depp, bewußt zurückhaltend spielend, kann als Autor, der die Kinder mit einfachen Mitteln in Traum- und Fantasiewelten führt, darstellerisch überzeugen. Die filmische Umsetzung dieser Abenteuer ist märchenhaft und kindgerecht. Wenn diese offensichtlich dem alten Kulissentheater entliehen sind, ist das durchaus der Zeit (um 1900) und der Theaterherkunft des Autors entsprechend. Auch die Beziehungen zu der Witwe und ihren Kindern lassen sich als Inspirationsquelle für den späteren „Peter Pan“ nachvollziehen.

Auf der Ebene der Beziehungen zwischen dem Autor und den drei Frauen, seiner Ehefrau sowie Mutter und Tochter Llweelyn-Davis, hat der Film Schwächen. Einerseits sind die Figuren nicht prägnant genug ausgearbeitet, andererseits sind die darstellerischen Leistungen von Kate Winslet und Radha Mitchell wenig überzeugend, was verwundert.