Unterwegs nach Cold Mountain

Kinostart: 19.02.04
2003
Filmplakat: Unterwegs nach Cold Mountain

FBW-Pressetext

Emotional bewegende, tragische Liebesgeschichte, die zugleich die Sinnlosigkeit von Kriegen brandmarkt, den amerikanischen Bürgerkrieg entmystifiziert und großes, unpathetisches Erzählkino bietet.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Anthony Minghella
Darsteller:Nicole Kidman; Jude Law; Renée Zellweger
Drehbuch:Anthony Minghella
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:154 Minuten
Kinostart:19.02.2004
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Miramax International, Mirage Enterprises; Bona Fide Productions;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Cold Mountain, eine US-amerikanische Kleinstadt weit abseits der großen Politik, wird zum Schauplatz der persönlichen Kriegsträgodie von Ada (Nicole Kidman). Den Gegenschauplatz bilden die Stationen der Flucht Ingmans von der Front zurück nach Cold Mountain. Die Liebe zwischen der jungen Frau mit höherer Töchterbildung und dem Zimmermann Ingman (Jud Law) ist die Klammer in diesem Epos um das Leid der Menschen in einem Krieg, zu dem Minghella es auf angenehme Weise unterläßt, parteiisch Stellung zu beziehen. Es gibt bei Minghella keine „guten“ Nord- und „bösen“ Südstaatler, der Grundtenor ist die universelle Absage an Krieg und sinnloses Töten. Die beiden Protagonisten und die Menschen, denen sie begegnen, zeigen die Grausamkeiten, die den Menschen in Kriegszeiten widerfahren können ebenso wie die Gewalt, die Krieg im Einzelnen auszulösen vermag.
Seltsam eng bleibt der Film in seiner Darstellung von sozialen Panoramen, Bevölkerung als solche kommt immer nur in Ausschnitten, selten als Ganzes und noch seltener als soziale Gemeinschaft vor. Ob die gesamte Aufmachung des Films auf angenehme Weise einfach ist oder nur antiquiert wirkt, vermochte der Ausschuß nicht einheitlich zu klären. Negativ fiel in jedem Fall teilweise die musikalische Untermalung auf. In manchen Szenen hervorragend mit Traditionellem arbeitend, geht jegliche musikalische Identität ansonsten im üblichen orchestralen Einerlei unter.
Einen weiteren Schwachpunkt stellen die Szenen mit Rubie (Renée Zellweger) dar, die für sich genommen durchaus gelungen sind mit ihren resoluten Auftritten und den komödiantischen Momenten, sich stilistisch jedoch nicht in den Film einfügen wollen.