Titanic

Kinostart: 08.01.98
1997
Filmplakat: Titanic

Kurzbeschreibung

Ergreifende Liebesgeschichte eines jungen Paares, das aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kommt, vor dem Hintergrund des schönsten, größten und schnellsten Passagierdampfers der Welt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm; Romanze
Regie:James Cameron
Darsteller:Kate Winslet; Leonardo DiCaprio; Billy Zane
Drehbuch:James Cameron
Kamera:Russell Carpenter
Schnitt:Conrad Buff IV; James Cameron; Richard A. Harris
Musik:James Horner
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:195 Minuten
Kinostart:08.01.1998
Verleih:Fox
Produktion: Lightstorm Entertainment, Twentieth Century Fox; Paramount Pictures;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Wie kann man die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der
zivilen Seefahrt zu einem spannenden Spielfilm gestalten? Ist der
Untergang der Titanic nun schon in vielen Filmen und
Dokumentationen und besonders nach den mißglückten
Bergungsversuchen in den letzten Jahren so ausführlich von allen
Seiten minutiös belegt worden, daß aus einem reinen
"Katastrophenfilm" nun wirklich keine große Spannungswirkung auf
den Zuschauer hätte mehr ausgeübt werden können?
James Camerons "Trick" war, eine große romantische
Liebesgeschichte zwischen einer Adligen aus dem Oberdeck der
Titanic und einem Proletarier aus deren Unterdecks zu formen,
welche nicht nur Identifikationsmöglichkeiten für den Kinogänger
bietet, sondern diesen auch 3 Stunden und 15 Minuten lang um
seine Lieblinge zittern läßt.
Daß mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet zwei schon
weltberühmte Jungstars für die Rollen der Liebenden verpflichtet
wurden, erhöht die Attraktivität des Films auch für ein
jugendliches Publikum. Daß sie entsprechend der Dramaturgie des
Films und ihrer Rollenvorgabe nicht gerade zu schauspielerischen
Höchstleistungen auflaufen können, ist nachvollziehbar. Ebenso
wie die Tatsache, daß die Zeichnung der weiteren Hauptfiguren
nicht sonderlich ausgeprägt ist, zumal deren Funktion der vollen
Konzentration auf die Liebesgeschichte untergeordnet ist.
Dramaturgisch bemerkenswert geschickt ist die Liebesgeschichte
mit dem präzisen und historisch-verbürgten Ablauf der Katastrophe
verbunden. So erleben wir mit den beiden Protagonisten hautnah an
verschiedenen Orten des Schiffes den Fortlauf des Untergangs und
geraten buchstäblich in den Sog des Geschehens.
Prädikate der Superlative verdienen die Ausstattung des Schiffes,
die trotz aller Dramatik nicht überbordende angemessene
musikalischen Begleitung und eine herausragende Kamera-und
Schnitt-Technik und letztendlich auch die Special-Effects, ohne
die der Film in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.