Sturz ins Leere

Kinostart: 29.04.04
2003
Filmplakat: Sturz ins Leere

FBW-Pressetext

Packende Nacherzählung eines Überlebenskampfes (1985) in den peruanischen Anden, der in die Geschichte spektakuläres Bergsteigerabenteuer eingegangen ist.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Dokumentarfilm; Abenteuerfilm
Regie:Kevin Macdonald
Darsteller:Nicholas Aaron; Brendan Mackey; Richard Hawking
Drehbuch:Joe Simpson
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:107 Minuten
Kinostart:29.04.2004
Verleih:Kinowelt
Produktion: Darlow Smithson Production, Film Four
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Im Jahre 1985 bestiegen erstmals zwei junge Engländer (Joe Simpson und Simon Yates) einen der höchsten Gipfel der Anden. Beim Abstieg kam es zu einer Reihe von Mißgeschicken, darunter dem Sturz von Joe einen Steilhang hinunter in eine Gletscherspalte. Sein Partner durchtrennte das Seil, das die beiden verband, und stieg ohne Joe ab, der erst Tage später unter den schrecklichsten Bedingungen doch noch das fast Unmögliche schaffte und das Basislager erreichte.

Dies ist eigentlich der Stoff, aus dem Hollywood seine Filme macht. Aber dieser Film, eine Verbindung von Dokumentarfilm und Spielszenen, ist authentisch. Die beiden Bergsteiger und ihr Helfer sprechen unmittelbar in die Kamera, und ihre Abenteuer bei der Gipfelbesteigung und vor allem bei dem Abstieg, der Joe fast das Leben gekostet hätte, sind als Dokudrama nachgedreht worden.

Vor allem in der ersten Hälfte wirkt dies sehr dramatisch und dokumentiert eindrucksvoll, weshalb Männer beim Bergsteigen immer wieder an die Grenze des Machbaren gehen und was diese Abenteuer für sie bedeuten. Letztlich ist auch diese Geschichte ein Beitrag zum Thema Triumph des Willens. In der zweiten Hälfte steht vor allem Joes Geschichte im Mittelpunkt, und hier hat der Film einige Längen, die auch nicht mehr durch den Einsatz von verfremdenden Stilmitteln und Musik wettgemacht werden können.