Stolz und Vorurteil

Kinostart: 20.10.05
2005
Filmplakat: Stolz und Vorurteil

FBW-Pressetext

Standesdünkel und Wechselbäder der Gefühle im viktorianischen England in einem opulenten Kostüm- und Ausstattungsfilm, erzählt mit fulminanten Bildern.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Regie:Joe Wright
Darsteller:Donald Sutherland; Judi Dench; Keira Knightley; Matthew MacFadyen; Rosamund Pike
Drehbuch:Deborah Moggach
Länge:127 Minuten
Kinostart:20.10.2005
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures Corp., Working Title Films; Studio Canal;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Jane Austens Klassiker führt uns ins England des 19. Jahrhundert: Die Mittelstandsfamilie Bennet ist mit 5 Töchtern gesegnet. Eine wahre Katastrophe für die Herrin des Hauses, deren einzige Sorge es ist, diese möglichst reich verheiratet aus dem Haus zu bringen. Bedauerlicherweise sind entsprechend gut ausgestattete Herren nur in der Upper Class zu finden. Und so nehmen die Verwicklungen mit Standesdünkel und - der Titel sagt es schon - mit Stolz und Vorurteil ihren Lauf.
Elizabeth ist die zweitälteste der Töchter - selbstbewußt, stolz, fast emanzipiert. Aus ihrer Sicht erzählt sich die Geschichte der Verirrungen und Wirrungen, der Mißverständnisse, von Liebesleid und verletzten Gefühlen.
Dem Rhythmus der damaligen Zeit entsprechend rollt sich das bunte Geschehen um den Landsitz der Bennets vor dem Zuschauer auf. In prächtigen Landschaftsbildern, herrlichen Stimmungen, wunderschönen Kamerafahrten durch die Gemächer oder von außen an den Fenstern entlang sieht man dem Treiben genußvoll zu. Die Rollen sind trefflich besetzt, das Spiel und die Sprache vorzüglich. Austens Roman lieferte feinste Dialogpassagen mit britischem Understatement und ironischen Zwischenspielen angereichert.
Dies alles wird selbstverständlich von einer exzellenten Darstellerriege getragen: Sei es die schon legendäre Judi Dench oder Donald Sutherland in einer Paraderolle als Vater oder die zentrale Figur des Films, Keira Knightley als Elizabeth, die auf überzeugende Weise den dramaturgischen roten Faden zum Geschehen bildet.
Mit sicherer Hand inszeniert, traumhaft schön fotografiert, präzise montiert und mit einem passenden Soundtrack aus klassischen Meisterstücken garniert, ist der im besten Sinn konventionell gestaltete Film ein weiteres Meisterwerk englischer Filmkunst.